Bergmannsche Regel

Gleichwarme Tiere einer Art oder einer Gattung sind in kalten Gebieten größer als in warmen Gegenden. Beispielsweise haben Amseln in Schweden Flügellängen von 136 mm, in Deutschland von 132 mm, auf den Kanarischen Inseln von 129 mm und in Nord- Marokko von 125 mm. Ein weiteres Beispiel liefert der Pinguin.
Die Galapagos- Pinguine im oberen Bild rechts sind deutlich kleiner als ihre Verwandten vom Südpol (s. Foto unten).
Beobachtung: Es verschiebt sich das Verhältnis Oberfläche zu Volumen in kalten Gebieten eher zugunsten der Volumens, in warmen eher zugunsten der Oberfläche. Man hat daraus eine Regel abgeleitet, sollte diese aber immer mit Vorsicht betrachten. Da die Körpergröße z.B. grundsätzlich auch vom Nahrungsangebot abhängt, ist die Anwendung der so genannten "Bergmannschen Regel" nicht immer korrekt.


Was ist /wäre der Vorteil einer kleineren bzw. größeren Oberfläche?
Gleichwarme Tiere geben über ihre Oberfläche ständig Wärme ab. Diesen Wärmeverlust muss das Tier ausgleichen, oder es erfriert. Tiere, deren Oberfläche klein bleibt im Verhältnis zum Volumen, verlieren weniger Wärme als tiere mit einer relativ großen Oberfläche.

Achtung: Obwohl die Tiere in kalten Gebieten (z.B. Pinguine) größer sind als ihre Verwandten aus warmen Regionen der Erde, ist ihre Oberfläche im Verhältnis zu ihrem Volumen kleiner als bei diesen.
Einen schönen Außenlink findest du hier!


Foto: Galapagos- Pinguin


Foto: Kaiserpinguin


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