Variabilität und Angepasstheit: Zusammenhang zwischen Lebensraum und Art der Atmung

Fische können unter Wasser atmen. Wenn du im Freibad oder im Meer schwimmst, ist dir bestimmt schon aufgefallen, dass du nicht unter Wasser atmen kannst. Zum Tauchen holst du über Wasser tief Luft und hälst unter Wasser deinen Atem für begrenzte Zeit an bis du zum Atmen wieder auftauchen mußt.
Um länger unter Wasser bleiben zu können, um z. B. Fische und Korallen zu beobachten, brauchst du Hilfsmittel, wie Schnorchel oder Atemgerät. Wieso können aber Fische unter Wasser atmen? Wie kommen sie an den Sauerstoff zum Überleben?
Fische haben nicht wie wir Lungen, sondern Kiemen. Kiemen ermöglichen es ihnen den Sauerstoff aus dem Wasser zur Atmung zu verwenden.

Foto: Schnorchler

Foto: Taucher

Kiemen sind Hautausstülpungen. Sie kommen nicht nur bei Fischen, sondern auch bei anderen Wasserbewohnern, wie Krebsen und Muscheln vor. Alle Kiemen haben eine große Oberfläche. Diese besteht aus weit verzweigten Kiemenbüscheln oder zahllosen Kiemenblättchen. Das Prinzip der Oberflächenvergrößerung, wie du es in der blauen Wolke erforschen kannst, ist auch hier verwirklicht.


Foto: Fische
Bei der Kiemenatmung strömt das Wasser an den dünnen, stark durchbluteten Kiemenblättchen vorbei. Dabei diffundiert der Sauerstoff durch die Kiemenwand in die Blutkapillaren der Kiemen und wird mit dem Blut in die Körpergewebe transportiert.
Fische atmen also auch Sauerstoff ein, welcher allerdings in Wasser gelöst sein muss. Nur so durchströmt er - im Waser - ihre Kiemen und kann aufgenommen werden. An Land fehlt dieses Wasser. Die Fische können nicht atmen und müssen sterben. Sie sind daher optimal an das Leben im Wasser angepasst


Schema: Kiemen