Linalool

Linalool ist Hauptbestandteil im etherischen Öl von Basilikum (bis zu 85 %). Es kommt in zahlreichen Pflanzen vor, unter anderem auch in Majoran, Thymian, Oregano, Lavendel und Bohnenkraut. Als Coriandrol wurde es aus Koriander isoliert.

Linalool

STOFFGRUPPE: Azyklische Monoterpene

Linalool ist ein einwertiger Alkohol aus der Gruppe der Monoterpene. Es besitzt keine Ringform, daher wird es azyklisch genannt. Da Linalool ein chirales Kohlenstoffatom besitzt (seine Liganden können links- oder rechtshändig angelegt sein), kommt es in zwei enantiomeren Formen vor (klick in das Bild): dem Licareol [(R)-(-)-Linalool] und dem Coriandrol [(S)-(+)-Linalool]. Seine Summenformel ist C10H18O.
Auch als Ester (Linalylacetat) und als Linalooloxid findet es sich in vielen etherischen Ölen. Linalool gehört auch zu den Aromen im Wein. Mit einem Geruchsschwellwert von 25 Milligramm/l ist es eine wichtige Komponente des Muskateller-Bouquets.[Wikipedia]

WIRKUNG, VERWENDUNG & TOXIKOLOGIE

Linalool ist eine klare, farblose Flüssigkeit. Coriandrol riecht süßlich-lavendelartig, Licareol holzig-lavendelartig. Der Geruch des Racemats (Mischung beider Isomere) wird als angenehmer, leicht erfrischender, blumig-holziger/herber Geruch beschrieben. Linalool wird synthetisch hergestellt und als Geruchs- und Geschmacksstoff verwendet. Es wirkt reizend auf Schleimhäute und Augen. Die LD50 für Ratten beträgt 2,8 g/kg Körpergewicht bei oraler Aufnahme. Linalool kann auch über die Haut aufgenommen und inhaliert werden. Bei chronischer Aufnahme können Leberschäden entstehen. Eine kanzerogene Wirkung wurde nicht nachgewiesen. [auszugsweise aus Wikipedia]