Allium fistulosum L.

Fam. Alliaceae, Ord. Asparagales

LAUCHZWIEBEL, WINTERZWIEBEL, FRÜHLINGSZWIEBEL, BUNDZWIEBEL

engl. spring onion, frz. échalote nouvelle

Lauchzwiebel

BAU & EIGENSCHAFTEN

Die Lauch- oder Winterzwiebel ist frostunempfindlich. Sie besitzt nur kleine, kaum ausgeprägte Zwiebeln und kräftige, grüne Röhrenblätter, die man als Gewürz verwendet. Lauchzwiebeln sind ausdauernde krautige Pflanzen, die eine Wuchshöhe von 30 bis 100 cm erreichen. Die Laubblätter sind rund und hohl, der Stängel aufgeblasen und im Querschnitt rund. Ab Juni bis in den August hinein bildet die Lauchzwiebel weiße, kugelige Blütendolden, wobei die Blütenhüllblätter kürzer sind als die Blütenstiele und die Staubblätter weit über die Hüllblätter hinausragen. Die Heimat der Lauchzwiebel ist Sibirien. Heute wird sie bei uns ebenfalls angebaut und häufig auch in Gärten gezogen.

INHALTSSTOFFE, VERWENDUNG & TOXIKOLOGIE

Als Vertreter der Familie Alliaceae enthält die Lauchzwiebel Alliin in ihren Zellen, den Vorläufer für den Geruchs- und Geschmacksstoff Allicin. Letzteres wird erst gebildet, sobald die Pflanze verletzt wird und ein Enzym (Allinase) mit dem Alliin zusammenkommt. Allicin dient der Pflanze (wie allen Zwiebelgewächsen) als Fraßschutz. Die Lauchzwiebel kann roh z.B. in Salaten gegessen werden, sie wird aber auch, vor allem in der chinesischen Küche, mitgekocht, bzw. -gebraten.

ANBAU UND ERNTE

Die Lauchzwiebel benötigt nur ca. acht Wochen bis sie reif für die Ernte ist, man kann sie deshalb zwischen Frühling und Spätsommer ständig aussäen und ernten. Sie benötigt viel Wasser. Die Brutzwiebeln können in Reihen mit einem Abstand von ca. 6 mm angepflanzt werden, oder eng beieinander flächig ausgesät werden.