Brasilien-Exkursion

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Die Mata Atlântica (Atlantischer Regenwald)


Aus Wikipedia:
Die Mata Atlântica ist eine Vegetationsform in Brasilien. Der "atlantische Regenwald" erstreckte sich über die gesamte Ostküste Brasiliens von Rio Grande do Norte bis Rio Grande do Sul, aber auch ins Innere bis Goiás und Mato Grosso do Sul, im Süden reichte er bis nach Argentinien und Paraguay.

Durch die Abholzung, besonders im 20. Jahrhundert, wurde die Fläche extrem reduziert, heute ist er einer der am meisten bedrohten tropischen Wälder. Die Biodiversität ist eine der höchsten der Welt, obwohl nur noch unzusammenhängende Reste existieren. Die Mata Atlântica bedeckte nicht nur die oft schmalen Küstenebenen, sondern insbesondere auch die steilen Abhänge des brasilianischen Hochlandes; so entstanden auf kleinstem Raum große Unterschiede in Vegetation und Tierwelt. Heute sind die steilen Abhänge die am besten erhaltenen Abschnitte des Waldes, sogar in der Nähe von Großstädten wie São Paulo oder Rio de Janeiro. 1993 wurde die Mata Atlântica in 14 Bundesstaaten Brasiliens zum UNESCO Biosphärenreservat erklärt.

17 Bundesstaaten waren mehr oder weniger von der Mata Atlântica bedeckt...
Insgesamt waren es etwa 1.290.000 km2, 15% der Fläche Brasiliens, 1% ist übrig geblieben. Von 95.000 km2, die übrig geblieben sind, sind 75% stark gefährdet. Internationale und nationale Schutzmaßnahmen sind notwendig. Relativ kleine Gebiete fallen als Nationalpark oder ähnliches unter das SNUC (Sistema Nacional de Unidades de Conservação). Ein wirksamer Schutz ist mangels Personal vor Ort oft nicht möglich.

Aus: Vale do Capão (übersetzt von Christoph Bickel):

Immergrüner Höhenwald

"Matas de encosta" (Wälder in Hanglage) und "matas de neblina" (Nebelwälder) sind Wälder, die sich an den Hängen des Gebirges (der Serra), an Bergfüßen und in den abschüssigen und abgeschlossenen Tälern finden. Charakteristisch für diese Wälder ist der Fortbestand der grünen Blätter während des ganzen Jahres. Daher kommt die Bezeichnung "immergrün". Zwischen den Hochebenen befinden sich "matas de grotões" (so etwas wie Wälder in den Schluchten - scheint aber etwas Brasilianisches zu sein), die spezifische Charakteristiken für das Leben an Flussufern, wie ein angepasstes, resistentes Wurzelwerk, ausgebildet haben.

Während der Trockenzeit zwischen Juli und November, wird die Region immer wieder von Bränden heimgesucht, was schon zu großen Schäden an der Tier- und Pflanzenwelt geführt hat. Außerdem gibt es auch hier Probleme mit der Versandung von Flüssen und Rinnsälen, die durch Starkregen, der auf entwaldeten und ungeschützten Boden trifft, noch gefördert wird.

Abgesehen davon, sind die Wälder durch ihren schweren Zugang für den Menschen, bis heute relativ unberührt.

Im Nationalpark befinden sich auch noch andere Ökosysteme, wie die "Floresta Estacional Semidecidual de Planície" charakterisiert durch ihre Entwicklung auf ebenen Flächen, wo der Boden tief ist und es regelmäßige Regenfälle gibt. Außerdem der "Marimbus", mit seinen Überschwemmungsgebieten, mit kleinen untereinander verbundenen Seen. Es handelt sich hierbei um ein Sumpfgebiet, das regelrechte ökologische Nischen beinhaltet. Diese Vegetation ist jedoch nicht im "Vale do Campo" zu finden.


Aus: Volkmar Wareschi, Vegetationsökologie der Tropen (Verlag E. Ulmer, 1980):
"Während Wolken- und Nebelwald in verschiedenen Kontinenten, unbeschadet ihrer verschiedenen Artenspiegel, physiognomisch erstaunlich einheitlich wirken, ist "der Regenwald", ein Sammelbegriff, dem verschiedene Botaniker ganz verschiedenen Inhalte geben...
... Hohe und jahrüber gleichmäßig verteilte Regen bei gleichbleibend hoher Temperatur gelten mit Recht als die entscheidenden Bedingungen des Regenwaldes...
...Die Nebenfaktoren, die jene Waldtypen mit bedingen, sind: Vorübergehende Trockenperioden, verschieden starke Hangneigung, verschiedene Struktur und Zusammensetzung des Bodens, verschiedene Meereshöhe, und vorherrschen von Schwarz- oder Weißwasser bei alljährlichen Überschwemmungen. "

Susanne:
Wareschi unterscheidet zwischen "Wolkenwäldern" (selva nublada) und "Nebelwäldern" (selva de nieblas). Erstere liegen in Regionen, in denen die Kondensation von Wasser sehr tief liegt. Solche Regionen stellen sich wegen der vorgelagerten Trockentäler meist das ganze Jahr als bewölkt dar. Nebelwald liegt dagegen an den Hängen der Berge von 2000 Metern an aufwärts, abhängig vom Kondensationsniveau der anbrandenden Luftmassen. In den Tropen liegen die Nebelwälder also höher, in den Subtropen niedriger - ab etwa 1500 Metern ü.N.
Der "Mata atlântica" in der Region der Ecolodge Itororó in 1.150 m Höhe in den Bergen der Serra do Mar bildet also einen Übergang vom atlantischen Küstenregenwald zum Nebelwald.

Küstenregenwald bei Paratí


Eindrücke von der Fahrt


Pflanzen, Ökosysteme


Link zur Ecolodge


© Susanne Bickel, letzter Eintrag: Dienstag, 25. Dezember 2007