Okra als Heilpflanze

Okra zählt zu den Heilpflanzen, man nutzt die Frucht zur innerlichen Anwendung.

 

Die meisten Arten der Ordnung Malvales haben Schleimzellen in ihren Geweben. Und zwar sind es die sauren Wandschleime, deren pharmakologische Eigenschaften seit Jahrtausenden in den verschiedenen Kulturkreisen genutzt werden. In Europa ist der Eibisch (andere Namen: Weiße Malve oder Weiße Pappel) eine der wichtigsten Heilpflanzen. Die heilende Wirkung des Eibisch ist seit der Antike bekannt.

In der Medizin nutzt man vor allem auch den reizlindernden Schleim der verwandten Althaea bei Magenbeschwerden, Entzündungen im Darm, oder als entzündungshemmendes Mittel in Mund und Rachen. Die den Malvengewächsen eigene Schleimdroge hat sich als Hustenmittel bewährt. Der Schleim legt sich wie eine Schutzschicht über die empfindlichen und gereizten Stellen, die darunter schneller abheilen. Mit Honig gesüßter Eibisch-Tee ist ein Hustenmittel, das auch die Beschwerden bei chronischem Asthma lindert. Bei Entzündungen im Mund, am Zahnfleisch und im Rachen kann man mit abgekochtem Eibischsud spülen oder gurgeln.

In den Regionen des Kaspischen Meeres, am Schwarzen Meer und am östlichen Mittelmeer findet man die Drogenpflanze Althaea officinalis. Diese Staude wird bis 150 Zentimeter hoch. Zur Drogengewinnung nutzt man vor allem die zweijährige Wurzel. Im Juni werden die Malvenblüten gepflückt und schnell im Schatten getrocknet.