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Was ist Holz? Inhaltsstoffe Nutzung Wald Glossar


Holz ist auch deshalb ein beliebter Rohstoff, weil er Eigenschaften hat, die man sich gut zu Nutze machen kann. Dazu gehören die hohe Druckfestigkeit bei gleichzeitiger Elastizität und die oft große Beständigkeit. Nach spezifischen Eigenschaften wie Härte, Gewicht und Festigkeit kann man einzelne Hölzer einteilen. Wir wollen uns nun einige Eigenschaften von Holz etwas genauer anschauen und untersuchen, wie sich Hölzer voneinander unterscheiden.

Feuchte:
Im Holz findet die Wasserleitung des Sprosses statt. Schon deshalb ist der Wasseranteil an der Masse eines Baumstammes sehr hoch. Ein frisch geschlagener Stamm enthält bis zu 60 % Wasser, wobei das Splintholz bis zu 45 % Wasser enthält und der Kern nur 15 %. Lagert man das Holz geht der Wassergehalt auf ca. 15 % zurück, bei längerer Lagerung auf bis zu 10 %. Durch künstliche Trocknung erreicht man darrtrockenes Holz, das nur noch 6 - 7 % Wasser enthält.
Man spricht auch häufig davon, dass Holz "arbeitet". Das meint, dass Holz auch nachdem es getrocknet wurde immer noch die Eigenschaft behält, Feuchtigkeit aufzunehmen und abzugeben - man spricht dann vom Quellen und Schwinden. Dabei ist zu beachten, dass Holz nicht gleichmäßig arbeitet. Iin Richtung der Längsachse schwindet und quellt es kaum, in Richtung der Markstrahlen schon deutlich mehr und am stärksten in tangentialer Richtung (in Richtung der Jahresringe). Das Verhätlnis beträgt ca. 1:10:20. Dieser Eigenschaft von Holz muss Rechnung getragen werden, wenn man es als Nutzholz, z.B. als Bauholz, verwendet.

Dichte:
Als Rohdichte bezeichnet man das Verhältniss der Masse des Holzes inkl. Feuchtigkeit zum Holzvolumen inkl. Hohlräumen. Gemessen wird bei 12 % Feuchtigkeit (lufttrockenes Holz). In der Tabelle sind einige Nutzhölzer mit der jeweiligen Rohdichte aufgeführt:

Fichte, Tanne

0,48 g/cm³

Kiefer

0,55 g/cm³

Ahorn

0,65 g/cm³

Eiche

0,70 g/cm³

Hickory

0,80 g/cm³


Härte:

Die H”rte eines Holzes wird durch die so genannte Brinell-Methode bestimmt. Dabei wird eine Stahlkugel 30 Sekunden lang in das Holz gedrückt (bei 12 % Feuchte) und anschließend der Abdruck vermessen. Die Werte werden in eine Formel eingesetzt und das Ergebnis ist der Härtegrad des Holzes, der auch Brinell-Härte genannt wird. In der Tabelle sind einige Werte angegeben. Ein hoher Wert bedeutet auch hohe Härte.

Fichte

1,3

Tanne

1,8

Lärche

2,3

Birke

3,2

Eiche

3,8

Esche

4,0

Fichte und Tanne gehören also zu den weichen Hölzern, während die Eiche ein typisches Hartholz ist. Diese Eigenschaften bestimmen auch die Verwendung des Holzes. In ein Möbelstück auch Fichte gelangen leicht Kerben und Löcher, während die Oberfläche des Eichenholzes anderen Gegenständen und mechanischen Belastungen mehr Widerstand entgegensetzt.

Festigkeit:
Eine herausragende Eigenschaft von Holz ist das Verhältnis von Masse zu Festigkeit. Andere Werkstoffe, wie Stahl oder Beton sind bei vergleichbarer Festigkeit wesentlich schwerer. Die Festigkeit in Faserrichtung ist dabei am höchsten. Für die hohe Belastbarkeit des Holzes ist Lignin verantwortlich, der Inhaltsstoff, der in die sekundären Zellwände eingelagert wird. Holz wird wegen dieser Eigenschaft auch zum Überspannen großer Zwischenräume im Bauwesen genutzt, oder auch als Unterlage für große Lasten usw..

Holzbalken werden auch wegen ihrer Festigkeit und des geringen Gewichts oft für Dachstühle verwendet.



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