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Ökosystem See
 

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    Tiere

    Wie atmen Tiere im Wasser?

    Sauerstoff braucht jedes Lebewesen zum Leben. An Land haben es die Tiere recht leicht, da in der Luft genügend Sauerstoff vorhanden ist, der über die Lungen aufgenommen werden kann. Wasser enthält weniger Sauerstoff. Tiere, die im Wasser leben, haben sich auf verschiedene Arten daran angepasst:

     

    Atmung unter WasserWie heißen die Tiere auf diesem Bild?
    (Lösung: In das Bild klicken)


    Schnorchler

    Tiere, die diese Technik anwenden, müssen immer wieder an die Wasseroberfläche kommen, um den Sauerstoff aus der Luft zu entnehmen. Insekten, die diese Art der Atmung verwirklicht haben, bilden Atemrohre aus. Damit hängen sie am Oberflächenhäutchen des Wasser. So können sie Sauerstoff aus der Luft aufnehmen und Kohlenstoffdioxid wieder abgeben. Das Atemrohr funktioniert wie ein Schnorchel. Beim Schnorcheln befindest du dich auch unter Wasser und atmest über den Schnorchel Luft ein. So atmen zum Beispiel Stabwanzen, Gelbrandkäferlarven, Rattenschwanzlarven und Stechmückenlarven.


    Taucher

    Manche Tiere können tauchen, müssen aber regelmäßig an die Wasseroberfläche zurück um zu atmen. Erwachsene Gelbrandkäfer und Wasserspinnen nutzen diese Methode, haben dabei aber unterschiedliche Techniken entwickelt. Beide atmen über den Hinterleib ein! Der Käfer stößt sein Hinterleibsende durch das Oberflächenhäutchen des Wasser. Unter den Flügeldecken nimmt er die Luft auf. Sie gelangt dort in kleine Röhren, die dann den Sauerstoff durch den Körper transportieren. Diese Röhren nennt man Tracheen. Wasserspinnen strecken auch ihren Hinterleibt aus dem Wasser. Sie nehmen aber dann Luft auf Vorrat mit ins Wasser. Diese Luft bleibt zwischen den feinen Haaren am Hinterleib hängen und bildet eine luftgefüllte „Taucherglocke“. Diese Luftblase wird dann an einer Wasserpflanze befestigt.


    Kiemen


    Fische und viele andere Tiere, die im Wasser leben, atmen über Kiemen. Seitlich am Kopf eines Fisches kann man die schützenden Kiemendeckel erkennen. Darunter liegen an jeder Seite vier Kiemenbögen, mit vielen, sehr dünnen Kiemenblättchen. Diese sind rot, was verrät, dass sie gut durchblutet sind. Der Kiemendeckel ist geschlossen, wenn Wasser über das Maul einströmt. Er öffnet sich erst, wenn das Maul geschlossen wird, so dass das Wasser wieder über die Kiemen ausströmen kann. Dabei wird der gelöste Sauerstoff aus dem Wasser entnommen und Kohlenstoffdioxid an das ausströmende Wasser abgegeben. Dieser Mechanismus funktioniert nur im Wasser, da die hauchdünnen Kiemenblättchen an der Luft verkleben. Du kannst dir das verdeutlichen, indem du einige Wollfäden ins Wasser tauchst. Im Wasser schweben sie hin und her. Sobald du sie aber aus dem Wasser ziehst, kleben sie aneinander. Auch deine Haare schweben im Wasser und kleben aneinander, wenn sie triefend nass aus dem Wasser gezogen werden. So ist es auch mit den Kiemenblättchen. An Land muss ein Fisch also ersticken.


    Hautatmung


    Diese Art der Atmung ist bei Amphibien weit verbreitet. Auch Würmer oder andere kleine Tiere atmen über die Haut. Die Haut ist bei diesen Tieren besonders dünn und feucht. Sie darf auch keinesfalls austrocknen, denn dann geht es den Hautatmern wie Fischen an Land: sie ersticken.