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Kapitelstart:
Ökosystem See
 

  • Wie sieht es am See aus?
  • Die verschiedenen Jahreszeiten
  • Das Ufer
  • Wie kann ein See umkippen?
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  • Wie atmen Tiere unter Wasser?
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  • Ökosystem See

    Tiere

    Insekten und Krebstiere

    Tierisches Plankton

    Den meisten Tierarten im Plankton ist gemeinsam, dass sie in der Abenddämmerung an die Wasseroberfläche schwimmen und am Morgen wieder in die Tiefe sinken. So haben sie größeren Schutz vor Fischen, die im Tagenslicht an der Wasseroberfläche nach Beute suchen.
     
    Wasserflöhe

    Auf der Erde sind mehr als 400 Arten von Wasserflöhen bekannt. Davon leben etwa 100 Arten in deutschen Binnengewässern. Alle haben eindeutige Merkmale: es gibt einen deutlich erkennbaren Kopf und der Körper ist von einer 2-klappigen Schale emgeben. Wasserflöhe haben lichtempfindliche Organe, und zwar zwei große zusammengesetze Augen und ein mittig gelegenes, kleineres Auge. Am Kopf gibt es zwei Antennen, die zu Schwimmorganen umgewandelt sind. Mit diesen Kann der Wasserfloh sich im Wasser bewegen.

     
    Ruderfusskrebs
     

    Ruderfußkrebse


    Im Gegensatz zum eher kugeligen Wasserfloh ist der Körper dieser Krebse langestreckt. Außerdem fehlt die schützende Schale um den Körper. Die Weibchen tragen häufig zwei Eisäckchen am Körper.

     

    Insekten und Insektenlarven

    Wasserläufer

    Wasserläufer laufen tatsächlich auf dem Wasser, nutzen also die Oberflächenspannung aus. Der Wasserläufer gehört zur Familie der Wanzen. Die Vorderbeine sind ganz kurz und zu Greifarmen umgewandelt. Mit ihnen kann der Wasserläufer seine Beute festhalten. Die Hinterbeine sind lang. Sie stabilisieren den Körper auf der Wasseroberfläche. Auch wenn der Wasserläufer rudert, um vorwärts zu kommen, durchbricht er die Oberfläche nicht. An den Beinen und am Bauch hat er winzige Haare, die wasserabweisend sind. So schützt er sich zusätzlich vor dem Untergehen. Diese Haare muss er aber sehr sauber halten, damit sich keine Bakterien ansammeln, oder gar Schimmel. Daher kann man den Wasserläufer häufig beim Putzen seines Körpers beobachten. Er ernährt sich von kleinen Insekten, die zufällig auf die Wasseroberfläche fallen. Sie lösen Wellen aus, die der Wasserläufer bemerkt um sich dann seine Beute zu schnappen.

    Rückenschwimmer

    Auch der Rückenschwimmer gehört zur Familie der Wanzen. Er läuft aber nicht auf der Wasseroberfläche, sondern hängt an der Unterseite . Dabei sind die Klauen seiner Vorder- und Mittelbeine über die Oberfläche herausgestreckt. Das Tier hakt sich sozusagen an der Wasseroberfläche fest. So kann der Rückenschwimmer auch atmen. Er benötigt nämlich Sauerstoff aus der Luft. Er nimmt die Luft in sich auf und ist dann leichter als Wasser. Daher kommt er beim Tauchen auch immer wieder von allein an die Oberfläche, es sei denn, er hält sich an einer Wasserpflanze fest. Auch diese Wanzenart lebt als Räuber. Der Rückenschwimmer zieht seine Beute unter Wasser und saugt sie aus.

    Drehkäfer


    Diese Käfer können sowohl schwimmen als auch fliegen. Man erkennt sie leicht an der Art ihrer Fortbewegung: sie können einfach nicht geradeaus schwimmen. Sie schwimmen im Zick-Zack, fast sieht es aus, als wollten sie etwas schreiben. Sie können sich durch kleine, ausstülpbare Klappen an der Seite bewegen. Ihnen fehlt aber jede Art von Ruder, dass das Steuern der Richtung möglich machen könnte. Der Körper des Käfers ist wie ein kleines Boot geformt, oben rund und unten flach. Alle Körperteile, die herausragen, können in Körperöffnungen eingezogen werden. So wird der Körper zu einer spiegelglatten, geschlossenen Fläche. Im Gegensatz zu anderen Käfern haben Drehkäfer zwei Augenpaare, das heißt eigentlich zweigeteilte Augen. Die Fühler der Käfer passen genau zwischen die obere und untere Seite der Augen. So kann der Drehkäfer, wenn er auf der Wasseroberfläche treibt, Beute über und unter Wasser gleichzeitig erkennen. Er fängt seine Beute mit den Vorderbeinen.

     

    Gelbrandkäfer

    Wie der Name schon sagt, ist der Käfer gut an seinen gelb-geränderten Flügeldecken und dem ebenfalls gelb-gerändeten Halsschild zu erkennen. An den Hinterbeinen trägt der Käfer Borsten, um besser schwimmen zu können. Der Gelbrandkäfer kann gut schwimmen und auch fliegen. Die Larven leben ebenfalls im Wasser. Sowohl die Larven als auch die erwachsenen Käfer ernähren sich von Kaulquappen und Insektenlarven. Nur um sich zu verpuppen, begeben sich die Larven an Land in Erdhöhlen. Die erwachsenen Käfer überwintern in zugefrorenen Seen. Dazu verstecken sie sich gerne in leeren Schneckenhäusern.