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Kapitelstart:
Ökosystem See
 

  • Wie sieht es am See aus?
  • Die verschiedenen Jahreszeiten
  • Das Ufer
  • Wie kann ein See umkippen?
  • Pflanzenarten
  • Bruchwald
  • Röhricht
  • Schwimmende Blätter
  • Untergetauchte Blätter
  • Tiere
  • Insekten & Co.
  • Frosch, Kröte & Co.
  • Fische
  • Vögel
  • Wie atmen Tiere unter Wasser?
  • Wie bewegen sich Tiere im Wasser?
  • Wer frisst wen?
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  • Lexikon
    (Glossar)

    Ökosystem See

    Wie sieht es am See aus

    Die Jahreszeiten

    Licht, Temperatur, Sauerstoff, Kohlenstoffdioxid und Mineralstoffe sind abiotische Umweltfaktoren. Sie charakterisieren in ihrer spezifischen Zusammensetzung ein Biotop. Dabei sind diese Umweltfaktoren von einander abhängig. Der Sauerstoffgehalt eines Sees hängt zum Beispiel von der Temperatur ab (Tabelle unten). Die Temperatur des Wassers ist aber stark von den Jahreszeiten abhängig. Dadurch, dass kälteres Wasser mit größerer Dichte nach unten sinkt, besitzt ein See verschiedene Schichten.

    Temperatur in ° CSauerstoffsättigung in mg/l
    014,1
    512,4
    1010,9
    159,8
    208,8
    258,1

    Frühjahr
    Im Frühjahr herrscht im See überall eine Temperatur von etwa 4° Celsius. Durch Wind kann sich das gesamte Wasser im See, in allen Schichten bis hin zum Boden gut durchmischen. Durch die Sonne wird die Oberfläche des Wassers erwärmt, aber der Wind sorgt für eine Verteilung des Wassers. So bleibt die Temperatur relativ konstant. Diese Durchmischung der Wasserschichten nennt man Zirkulation. Dadurch verteilen sich auch in Wasser gelöster Sauerstoff, Kohlenstoffdioxid und Mineralstoffe gleichmäßig. Der Sauerstoff stammt aus der Fotosynthese von Wasserpflanzen und von der Oberfläche des Sees, wo er aus der Luft aufgenommen wird. Durch die Zirkulation gelangt er in die Tiefe, wo er im Laufe des Sommers für die Zersetzung von abgestorbenen Pflanzen und Tieren verbraucht wird.

    Sommer
    Im Sommer kann die Sonne die Oberfläche des Sees sehr stark erwärmen. Wasser, das erwärmt wird, dehnt sich aus, das heißt, es wird weniger dicht. Es bilden sich Schichten mit verschiedenen Temperaturen. In der unteren Schicht des Sees herrscht eine Temperatur von 4° Celsius. Das ist die Temperatur, bei der das Wasser seine größte Dichte hat. Die Schicht zwischen der oberen warmen und der unteren kalten nennt man Sprungschicht, weil hier die Temperatur stark abfällt. Nur bis zu dieser Schicht durchmischt sich das Oberflächenwasser. In tieferen Bereichen wird der Dichteunterschied zu groß, dort findet keine Durchmischung statt. Man sagt, der See befindet sich in Stagnation.

    Herbst
    Im Herbst kühlt die Oberfläche wieder ab und es kommt zu einer Durchmischung der Wasserschichten im See, also zur Zirkulation. Wie im Frühling kann die Wassertemperatur überall gleich sein. Damit hat das Wasser auch überall im See die gleiche Dichte. Wenn die Herbststürme einsetzen, wird das Wasser kräftig durchmischt und Mineralstoffe und Sauerstoff verteilen sich wieder gleichmäßig im Wasserkörper.

    Winter
    Im Winter kommt es wieder zu einer Stagnation. Das Wasser wird nicht mehr durchmischt. Jetzt kommen den Tieren und Pflanzen die besonderen Eigenschaften des Wassers zu Gute. An der Oberfläche des Sees bildet sich Eis. Eis besitzt eine geringere Dichte ist als flüssiges Wasser, es schwimmt oben. Unter der Eisdecke hält der See aber seine Temperatur konstant bei 4° Celsius, also der Temperatur mit der höchsten Dichte. Nur so ist es Tieren und Pflanzen möglich im See zu überwintern. Stell dir vor, Eis wäre schwerer als flüssiges Wasser! Es würde nach unten sinken und Tiere und Pflanzen unter sich begraben. Sie würden im Eis einfrieren und sterben. So aber können sie unter der Eisdecke bleiben und überleben, solange genügend Sauerstoff vorhanden ist.

    Hier hast du eine Zusammenfassung der Jahreszeiten im Bild:

    Jahreszeiten