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Kapitelstart:
Ökosystem See
 

  • Wie sieht es am See aus?
  • Die verschiedenen Jahreszeiten
  • Das Ufer
  • Wie kann ein See umkippen?
  • Pflanzenarten
  • Bruchwald
  • Röhricht
  • Schwimmende Blätter
  • Untergetauchte Blätter
  • Tiere
  • Insekten & Co.
  • Frosch, Kröte & Co.
  • Fische
  • Vögel
  • Wie atmen Tiere unter Wasser?
  • Wie bewegen sich Tiere im Wasser?
  • Wer frisst wen?
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  • Lexikon
    (Glossar)

    Ökosystem See

    Wie sieht es am See aus

    Das Ufer

    In der Abbildung siehst du den idealen Aufbau eines See-Ufers. In Wirklichkeit ist ein Ufer meistens nicht sio ideal aufgebaut, es können manche Zonen fehlen und andere dafür besonders ausgeprägt sein. Um die Abbildung zu vergrößern, klicke einfach hinein.


    Bruchwaldzone

    Dieses ist die erste Zone, die schon vom See beeinflusst wird. Hier gibt es Erlen, Weiden und Seggen. Das Grundwasser reicht hier bis fast zur Bodenoberfläche. Die Wurzeln können daher nur wenig mit Sauerstoff und Mineralstoffen versorgt werden. Pflanzen, die an solchen Standorten wachsen, haben sich daran angepasst. Winzige Bakterien an ihren Wurzeln bilden kleine Knöllchen. In diesen wird Stickstoff gespeichert, den die Pflanze für ihr Leben benötigt. Die Bakterien bekommen dafür von der Pflanze Kohlenhydrate und Energie. Eine solche Vereinigung, bei der beide Partner Vorteile haben, nennt man Symbiose. Die Erle hat noch eine weitere Anpassung an den hohen Wasserstand. Ihre Wurzeln verlaufen flach und dringen nicht tief in den Boden ein. In dieser Uferzone findet man zusätzlich häufig Seggen und Blutweiderich. Seggen gehören zu den Sauergräsern. Sie haben meistens einen dreikantigen Stängel.


    Röhrichtzone


    Diese Uferzone schließt sich der Bruchwaldzone zum See hin an. Man findet dichte Bestände von Rohrkolben und Schilfrohr. Der Boden in dieser Zone ist manchmal schlammig. Um trotzdem fest im Boden verankert zu sein, bilden diese Pflanzen Wurzeln, die waagerecht im Boden liegen und weitläufig miteinander verzweigt sind. Diese Wurzeln können Nährstoffe speichern und sorgen zusätzlich für den Halt im Boden. Die Pflanzen der Röhrichtzone sind außerdem an starken Wind und Wellenschlag angepasst. Die hohlen, biegsamen Halme sind durch sogenannte Knoten gefestigt. In regelmäßigen Abständen sind solche Festigungsringe ausgebildet. Die Blätter sind länglich und sehr reißfest. Die hohen Halme biegen sich im Wind und brechen nicht so leicht.


    Schwimmblattzone


    Bis zu einer Wassertiefe von 4 m können Pflanzen, die Schwimmblätter ausbilden, wachsen. Diese Blätter schwimmen auf dem Wasser, da sie im Innern mit Luft gefüllte Hohlräume besitzen. Die Wurzeln liegen im Schlamm des Seebodens. Den nötigen Sauerstoff bekommt die Pflanze durch Luftkanäle im Stengel. Der Stengel selbst ist lang und sehr elastisch. So machen ihm Wellenschlag oder wechselnde Wassertiefen nichts aus. Die Blätter selbst sind mit einer Wachsschicht vor dem Wasser geschützt.


    Tauchblattzone

    Bei Wassertiefen von mehr als 4 m gibt es nur noch Pflanzen, deren Blätter völlig im Wasser untergetaucht sind. Hier findet man zum Beispiel das Tausendblatt. Die Blätter sind aus winzigen Fiederblättchen aufgebaut. So sieht es aus, als hätte die Pflanze tausende von Blättern. Die kleinen Blättchen und der elastische Spross sorgen dafür, dass die Pflanze durch starke Strömung nichtmitgerissen wird. Die Stengel dieser Pflanze können bis zu 3 m lang werden. Sie sind von Luftkanälen durchzogen; so wird die Wurzel mit Sauerstoff versorgt. Außerdem sorgt die eingelagerte Luft für den Auftrieb im Wasser. Die Pflanze sinkt also nicht zum Boden, sondern richtet sich immer wieder auf, um möglichst nahe zur Oberfläche zu gelangen. Dort gibt es das meiste Licht, das für die Fotosynthese wichtig ist.


    Sind alle Seen gleich?

    Auf diese Frage gibt es eine klare Antwort: Nein, nicht alle Seen sind gleich. So fehlt zum Beispiel die Röhrichtzone, wenn das Ufer schnell steil abfällt. Ist das Ufer aber erst flach und fällt dann steil ab, fehlt häufig die Schwimmblattzone. Wenn man sich also einen See anschaut, kann man aus dem Fehlen einzelner typischer Zonen darauf schließen, wie der Boden unter Wasser verläuft. Eine wichtige Rolle spielt auch der Lichteinfall. So findet man in der Schwimmblattzone keine Tauchpflanzen, da die großen Schwimmblätter z.B. der Seerosen ihnen das Licht nehmen. Bei geringen Wassertiefen kommt es auch vor, dass Schilfpflanzen die Schwimmblattpflanzen verdrängen. Die Schilfpflanzen sind höher und nehmen den Schwimmblattpflanzen daher das Licht.