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Der Wurzeldruck
 

 

Der Wurzeldruck


Schneidet man eine Pflanze, die reichlich Wasser zur Verfügung hat, dicht über dem Boden ab, sieht man aus dem Stumpf Saft austreten. Dies ist eine Folge des Wurzeldrucks, der meist nur wenige hundert KPa stark ist. Im Vergleich zum Transpirationssog von über 90.000 Kilo-Pascal ist er minimal. Bei den meisten Pflanzen spielt der Wurzeldruck für den ständigen Transport von Wasser daher keine besonders große Rolle. Dies gilt allerdings nicht für alle Pflanzen. Die Mechanismen für den Wassertransport hängen von den äußeren Umweltfaktorenaktoren ab (siehe Frage unten). Vor allem im Frühjahr, wenn noch keine Blätter an unseren Laubbäumen sind, sorgt der Wurzeldruck für den Saftauftrieb in den Bäumen.

Verantwortlich für den Wurzeldruck sind aktive Transportvorgänge, die für die Pflanze mit einem Verbrauch von Energie verbunden sind. Der aktive Transport bezieht sich hier aber nicht auf das Wasser, das durch die Wurzeln fließt, sondern auf gelöste Ionen im Leitungssystem (Leitbündel) des Stengels. Genauer gesagt, kommt es zu einer Verschiebung gelöster Ionen in die Leitelemente des Xylems. Auf diese Weise wird das Wasserpotential im Xylem negativer als das in den umliegenden Zellen.

 
Die Folge dieses osmotischen Gradienten ist eine Diffusion von Wasser aus den Epidermiszellen in die Leitbündel. Dieser Wurzeldruck ist gering und würde allein betrachtet Wasser nur bis zu einer Höhe von 10m transportieren.

 

 Abb.: Wurzeldruck

 

 

 
Abb.: aktiver Ionentransport in das Xylem (schematisch)    Animation starten

Aufgabe:

Im Tropischen Regenwald spielt der Wurzeldruck eine entscheidende Rolle zur Wasser- und Mineralstoffversorgung der Pflanzen. Überlegen Sie, warum in dieser feuchten Region der Wurzeldruck eine größere Rolle spielt, als bei Pflanzen in unseren Breiten. Begründen Sie ihre Vermutung.