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=kJ

Allgemein: Dextrin (Maltodextrin, Maltrin) ist ein Kohlenhydrat-Gemisch, das kaum Süßkraft besitzt, da in der Regel noch sehr viele verschiedene langkettige Oligo- und Polysaccharide (Mehrfach- und Vielfachzucker) darin enthalten sind. Maltodextrin entsteht durch Stärkehydrolyse, wobei verschiedene Verfahren angewendet werden. Das Resultat ist ein Gemisch aus Glukose, Disaccharid (-> Maltose) und Oligosacchariden (mit 3-15 Glukosen pro Kette).

Diätetik: Dextrin ist noch wasserlöslich (Stärke muss dagegen aufgekocht werden um sich in Wasser zu lösen), daher wird Maltodextrin (auch: Dextrin) zur Kohlenhydratanreicherung von Lebensmitteln verwendet. Seine geschmacksneutrale Eigenschaft ist dabei von Vorteil. Das Produkt wird auch bei hohen Konzentrationen an Maltodextrin nicht unangenehm süß.


Mit freundlicher Genehmigung der
Einhorn Apotheke Pforzheim
Chemie: Der Begriff Maltodextrin ist abgeleitet aus -> Maltose und -> Dextrose. Der Hydrolysegrad (Spaltung des Mehrfachzuckers in Einfachzucker) ist verschieden und wird durch das Dextrose-Äquivalent gemessen.
Dieses zeigt den Anteil an Monosacchariden (Glukosemoleküle) in der Lösung an. Gemessen wird die Reduktionskraft des Zuckers. Reine Glukose besitzt ein Dextrose-Äquivalent von 100, reine Stärke von 0. Das von Dextrin liegt zwischen 3 und 20, entsprechend unterschiedlich ist auch die Süßkraft.

Verwendung: Dextrin wird nicht nur als Energieträger, sondern in der Nahrungsmittelproduktion auch als Stabilisator, Verdickungsmittel und Austauschstoff für Fette verwendet.
Man findet Maltodextrin als
  • Verdickungsmittel: in Fertigsuppen, Fleisch- und Wurstwaren, Süßwaren und Kindernahrung;
  • Fettaustauschstoff: in kalorienreduzierten Lebensmitteln (light-Produkte);
  • Energieträger: in medizinischer Trink- und Sondennahrung, Sportnahrung, isotonischen Getränken und hochkalorischen Gelen;
  • Trägersubstanz: für empfindliche oder flüchtige Stoffe;
  • Nährstoff für Bakterien in Fermentationsprozessen (Biotechnologie, Technik).