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g
= kcal
=kJ

Allgemein: Xylit (Xylitol) ist ein Zuckeralkohol, der als Zuckeraustauschstoff verwendet wird (E967, Pentanpentol). Die natürlich vorkommenden Zuckeralkohole aus Pflanzen (Xylitol kommt in geringen Mengen in Pflaumen, Erdbeeren, in der Birkenrinde und in Pilzen vor) spielen in der Ernährung keine große Rolle. Heute werden den verarbeiteten Lebensmitteln allerdings sehr häufig Zuckeralkohole zugesetzt, die technisch gewonnen werden. Xylitol wird technisch aufwändig über den Holzzucker Xylose gewonnen. Die Süßkraft von Xylitol entspricht der von -> Saccharose (Haushaltszucker).

Diätetik: Xylitol ist für Diabetiker geeignet, da es im Menschen insulinunabhängig verstoffwechselt wird. Im menschlichen Körper entstehen als Zwischenprodukt des Glucosestoffwechsels täglich 5 bis 15 Gramm Xylitol in der Leber. Es ist also für den Menschen gut verträglich. Im Gegensatz dazu löst es in manchen Tieren (Hunden, Kaninchen) eine sehr heftige Insulinausschüttung hervor, die zur akuten Hypoglycämie führen kann. Die Einnahme höherer Dosen wirkt abführend, da Xylitol im Darm viel Wasser bindet und den Darminhalt verflüssigt. Als Obergrenze sollte man sich daher an eine Einzeldosis von 20 g und eine Tagesdosis von 50 bis 70 g Xylitol halten. Der Energiegehalt von Xylitol ist um 40% geringer als der von Haushaltszucker (2,4 kcal anstelle von 4 kcal/g).

Xylitol Chemie: Xylitol entsteht durch die Reduktion von Holzzucker (Xylose), einer Pentose mit 5 C-Atomen.
Industriell wird er überwiegend aus Maiskolbenresten durch die Reduktion von Xylose gewonnen. Der geringere Energieinhalt bei der Verstoffwechselung liegt daran, dass anstelle von 6 Kohlenstoffatomen nur 5 vorhanden sind.

Verwendung: Xylitol wird als Zuckeraustauschstoff gegen Karies verwendet. Die antikariogene Wirkung beruht darauf, dass Xylitol die Plaquebildung reduziert. Karies verursachende Bakterien, z. B. Streptokokken, werden im Wachstum gehemmt. Es gibt beispielsweise zuckerfreie Kaugummis mit Xylit. Xylitol und andere Zuckeralkohole werden in der Lebensmittelindustrie verwendet als:
  • Zuckeraustauschstoff: in Diabetikernahrung;
  • Kristallisationsverzögerer: durch die Wasserbindungskapazität;
  • Weichmacher: durch die Wasserbindungskapazität;
  • Konservierungsmittel: durch Herabsetzen des für Mikroorganismen verfügbaren Wassergehalts in Nahrungskonserven (häufiger: -> Sorbitol);
  • Bestandteil von Nährstofflösungen: bei Glukoseverwertungsstörungen in der Medizin.