eMuseum

Highlights der Sammlung Roth


Römische Herrschertitulatur

Die das Bild­pro­gramm um­laufende Re­vers­le­gende gibt die Herr­scher­ti­tu­la­tur des Kai­sers Se­ve­rus Alex­an­der wie­der. Diese weist ihn als ‚obersten Pries­ter‘ – PONTIF(ex) MAX(imus) – und ‚Va­ter des Va­ter­lan­des‘ aus – P(ater) P(atriae). Zu­dem be­zeugt die Le­gen­de, dass der Kai­ser im Präge­jahr der Münze zum fünften Mal die tri­bu­nizische Amts­ge­walt inne­hatte – TR(ibunicia) P(otestate) V – und zum zwei­ten Mal das Kon­sulat be­klei­de­te – CO(n)S(ul) II. Die Amts­gewalt des Volks­tri­bunen war seit der Zeit des Augustus – des ersten römi­schen Kai­sers – fester Be­stand­teil der kai­ser­li­chen Kom­pe­ten­zen und wurde nach dem Herr­schafts­an­tritt eines neu­en Kais­ers in der Fol­ge jähr­lich er­neuert. Diese Zählung der Herr­schafts­jahre ermöglicht eine Da­tie­rung des Me­daillons in das Jahr 226 n. Chr. Sucht man nun nach einem An­lass für die kai­ser­liche Geld­spen­de in diesem Jahr, ist es nahe­liegend, diesen im An­tritt des zweiten Kon­sulats zu sehen. Auf der nächsten Sei­te er­halten Sie grund­legende In­for­mationen zur Gattung der römischen Me­daillons. (fb)