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Die eNumis-Projekte des Digitalen Münzkabinetts

Die numismatischen Sammlungsbestände der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) wurden von Beginn an auf vielfältige Weise in der Lehre eingesetzt, und die Studierenden haben stets mit großem Interesse auf die Möglichkeiten reagiert, mit jahrtausendealten Originalzeugnissen zu arbeiten. Die Einrichtung des Digitalen Münzkabinetts hat die didaktischen Optionen, antike Münzen in die universitären Lehre zu integrieren, nochmals deutlich erweitert. Mit Unterstützung des eLearning-Förderfonds konnte das Portal jetzt funktionell so erweitert werden, dass sich die Studierenden als eNumis-Bearbeiter direkt an der Aufarbeitung der Bestände für die Präsentation im Münzkabinett beteiligen und im nächsten Schritt auch eigene Online-Ausstellungen konzipieren können.

Das Video einer Präsentation der neuen eNumis-Funktionen sehen Sie hier.

Ein Poster dazu finden Sie hier.

Die neuen Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, werden in weiteren Projekten ausgelotet. Das Ziel besteht darin, die Studierenden der Geschichte und Antiken Kultur an der HHU unmittelbar in die wissenschaftlichen Erkenntnis- und Vermittlungsprozesse einzubinden: Sie arbeiten nicht in einer virtuellen Testumgebung, sie beteiligen sich vielmehr direkt an der Aufarbeitung und Dokumentation der Originalzeugnisse für das Digitale Münzkabinett der HHU. Die Ergebnisse des eNumis-Tools werden in Form eigener individueller Objektpräsentationen und thematischer Online-Ausstellungen unmittelbar sichtbar. Die Studierenden beteiligen sich dadurch gleichermaßen an altertumswissenschaftlicher Grundlagenforschung wie musealer Präsentation mit zeitgemäßen digitalen Medien. Damit kann neben dem Erwerb der technischen Kompetenzen und wissenschaftlichen Qualifikationen zugleich die im Wissenschaftskontext nötige Verbindlichkeit und Verlässlichkeit eingeübt werden.

Das eNumis-Konzept zielt darauf ab, den Studierenden die Möglichkeit zu bieten, den gesamten Bearbeitungs- und Erkenntnisprozess von der Dokumentation eines Originalzeugnisses über die technische Bestimmung und die historische Interpretation hinweg bis hin zur individuellen Objektpräsentation und musealen Kontextualisierung lückenlos in eigenverantwortlicher Arbeit zu durchlaufen. Dabei erwerben die Studierenden grundlegende wie vertiefende Kenntnisse, Kompetenzen und Fertigkeiten im Umgang mit antiken Münzen als einer zentralen altertumswissenschaftlichen Quellengattung durch ein 'Learning By Doing', dessen Ergebnisse im Digitalen Münzkabinett dauerhaft gesichert sind. Die Studierenden lernen, numismatische Analyse-, Interpretations- und Darstellungstechniken anzuwenden (Aufnahme und Dokumentation technischer Eigenschaften, historische Interpretation der Bild- und Textprogramme, Bewertung von Fund- und Sammlungskontexten, münzkundliche sowie geld- und wirtschaftsgeschichtliche Einordnung, Umgang mit Standards und Normdaten), und erarbeiten Konzepte der Objektpräsentation und musealen Vermittlung.

Die Ergebnisse der eNumis-Projekte werden im Digitalen Münzkabinett präsentiert und können damit weltweit in Forschung, Lehre und Öffentlichkeit weiterverwendet werden. Wenn individuelle Objekteinträge des Digitalen Münzkabinetts im Zuge des eNumis-Projektes bearbeitet wurden, wird dies dauerhaft mit einem Hinweis vermerkt. Die für das eNumis-Projekt implementierten Erweiterungen des Digitalen Münzkabinetts stehen auch nach Abschluss der Förderphase dauerhaft für die Lehre an der HHU in den Fächern Geschichte und Antike Kultur zur Verfügung und lassen sich damit jederzeit in Pflicht-, Wahlpflicht- und Zusatzveranstaltungen einsetzen. Die Ergebnisse der eNumis-Einheiten, die v.a. in den Basis- und Aufbauseminaren, in Übungen und Projektseminaren erarbeitet werden, sind nicht nur öffentlich und weltweit zugänglich, sie können über das Digitale Münzkabinett auch nachhaltig von Forschung, Lehre und Öffentlichkeit genutzt werden. Die Studierenden werden somit auf ein konkretes Ergebnis ihrer Arbeit zurückblicken können, und das Digitale Münzkabinett wird zugleich in zunehmendem Maße zu einem Botschafter innovativer Formen der Lehre an der HHU.

Initiator der eNumis-Projekte: Johannes Wienand

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