Ocimum basilicum L.

Fam. Lamiaceae, Ord. Lamiales

BASILIKUM

engl. basil, frz. basilic commun

BAU & EIGENSCHAFTEN

Die Heimat des Basilikums ist wahrscheinlich Indien. In Südeuropa wächst es auch wild, nördlich der Alpen sucht man es allerdings vergeblich, da es sehr kälteempfindlich ist. Basilikum ist ein sehr beliebtes Gewürz und wird garten- und feldmäßig angebaut. Außer als Topfpflanze im frischen Zustand, kommt es auch gerebelt in den Handel. „Rebeln“ nennt man das Abstreifen der getrockneten Blätter von den Stielen. Basilikum besitzt im Vergleich zu anderen Vertreten der Lamiaceae relativ große, glatte und glänzende Blätter, die leicht nach unten gewölbt sind. Die krautige Pflanze wird etwa 50 cm hoch und verzweigt sich stark. Basilikum ist einjährig; es blüht von Juni bis September mit weißen Lippenblüten.

INHALTSSTOFFE & VERWENDUNG

Die Blätter enthalten 0,04 bis 0,8 % etherisches Öl, das in der Hauptsache aus Methylchavicol und Linalool besteht. Auch Eugenol und Cineol sind enthalten. Basilikum wird als frisches Gewürz zu Salaten und Frischkäsen, getrocknet zu Fleischspeisen und Tomatengerichten verwendet. Da das etherische Öl leicht flüchtig ist, soll man Basilikum erst kurz vor dem Beendigen des Garens zugeben.

ANBAU UND ERNTE
Basilikum kann sowohl in Topfkultur als auch im Freiland angebaut werden. Für die Kultur auf der Fensterbank ist die Aussaat ganzjährig möglich. Da Basilikum ein Lichtkeimer ist, darf man die Saat nur flach in lockere Erde säen. Bei regelmäßigem Gießen und an einem sonnigen Standort keimen die Pflanzen gewöhnlich nach ein bis zwei Wochen. Auch für die Aussaat ins Freiland empfiehlt sich die Vorkultur im Frühbeet, im Gewächshaus oder auf der Fensterbank. Werden die Pflanzen ab April ausgesät, können die Blätter von Juni bis Oktober geerntet werden. Die aromatischsten Blätter werden dabei kurz vor der Blüte gewonnen, da dann die meisten etherischen Öle akkumulieren.