Cnicus benedictus L. syn. Centaurea benedicta L.

Fam. Asteraceae, Ord. Asterales

BITTERDISTEL, BENEDIKTENKRAUT

engl. blessed thistle, frz. chardon beni

BAU & EIGENSCHAFTEN

Benediktenkraut wird in unseren Breiten nur für arzneiliche Zwecke angebaut. Es stammt aus dem Mittelmeerraum und wächst bei uns gelegentlich als Kulturflüchtling wild. Die Pflanze blüht mit gelben Blütenkörben, die in einem Trichter von Hochblättern versteckt sind und behaarte Hüllblätter besitzen. Die Blätter sind sägezahnmäßig eingekerbt und behaart.

INHALTSSTOFFE & VERWENDUNG

Die auch „Bitterdistel“ genannte Pflanze enthält Bitterstoffe, die noch in extremer Verdünnung bitter schmecken. Blätter und Blüten werden medizinisch verwendet. Die Droge (Cnici Benedicti herba, Cardui benedicti herba) enthält etwa 0,2 % Cnicin. Außer in der Medizin wird Benediktenkraut für Kräuterliköre verwendet.

ANBAU UND ERNTE

Aufgrund seiner ursprünglichen Heimat im Mittelmeerraum ist die Kultivierung des Benediktenkrautes in unseren Breitengraden nicht an allen Standorten möglich. Die einjährigen Pflanzen benötigen viel Sonne sowie trockenen bis sandigen, leichten Boden. Das Benediktenkraut kommt zwar auch an Ackerrändern vor, für den Anbau im Garten bieten sich allerdings eher Steinbeete an. An gut geschützten Orten können die Samen ab Mai direkt ins Freiland gesät werden. Diese dabei etwa doppelt so tief in die Erde setzten, wie das Saatgut dick ist. Da das Kraut allerdings weder Staunässe noch Temperaturen unter 5°C verträgt empfiehlt sich die Vorkeimung auf der Fensterbank. Das Benediktenkraut blüht von Juni bis August; in dieser Zeit können auch die Blätter und die Zweigspitzen mit den Blütenköpfchen geerntet werden.