Cineol, Eucalyptol

Cineol ist Hauptbestandteil im etherischen Öl von Eukalyptus (ca. 85%), wird deshalb auch Eucalyptol genannt. Auch in Lorbeer (70 %) und Rosmarin (ca. 12%), kommt es vor, in geringeren Anteilen auch in Beifuß, Basilikum, Salbei, Safran, Minze und Teebaumöl vor.

STOFFGRUPPE: Bizyklisches Epoxy-Monoterpen

Es gibt zwei Formen von Cineol, 1,4-Cineol und 1,8-Cineol (Abbildung). Cineol ist ein Monoterpen bei dem durch Ringschluss ein Sechsring entstanden ist. Durch eine Ätherbrücke vom C-Atom 1 zum C-Atom 4 oder vom C-Atom 1 zum C-Atom 8 ist ein zweiter Ring entstanden, es ist also bizyklisch. Seine Summenformel ist C10H18O. Man gewinnt es durch durch fraktionierte Destillation von Eukalyptusöl. 1,8-Cineol riecht frisch und campherartig. Es ist in Ether, Ethanol und Chloroform gut löslich.

WIRKUNG, VERWENDUNG & TOXIKOLOGIE

1,8-Cineol wird wegen seiner antiseptischen Wirkung in der Veterinärmedizin (Eutersalbe) verwendet. Beim Menschen wirkt es in der Lunge und in den Nebenhöhlen schleimlösend und antibakteriell. Man kann es in medizinischen Kapseln, die sich erst im Dünndarm auflösen, einnehmen, inhalieren oder als Pflanzenaufguss (Tee) trinken.