Origanum majorana L.

Fam. Lamiaceae, Ord. Lamiales

MAJORAN

engl. majoram, frz. marjolaine

BAU & EIGENSCHAFTEN

Majoran ist in unseren Breiten ein wichtiges Gewürzkraut. Es wird in vielen Ländern, darunter Ägypten, Tunesien, Frankreich, Rumänien, Ungarn und auch in Ostdeutschland, angebaut. Die Pflanze wächst dicht am Boden und wird selten höher als 50 cm. Sie ist stark verästelt und besitzt dünne, vierkantige Stengel, die häufig rötlich überlaufen sind. Die Blättchen sind nur 5 bis 25 mm lang und beidseitig behaart, wodurch sie graufilzig erscheinen. Majoran kommt getrocknet und gerebelt in den Handel.

INHALTSSTOFFE & VERWENDUNG

Das etherische Öl des Majorans befindet sich hauptsächlich in den Blättern und besteht aus etwa 40 verschiedenen Aromasubstanzen von denen die Terpene Terpinen, Pinen und Sabinen überwiegen. Im Altertum würzte man den Wein mit Majoran, und zwar um die Liebeskräfte zu stärken; Majoran war der griechischen Liebesgöttin Aphrodite geweiht. Das Kraut ist in Deutschland ein beliebtes Wurstgewürz, das in Blutwurst und Leberwurst immer enthalten sein sollte. Ansonsten verwendet man es zu fetten Speisen und Kohlgerichten. Majoransalbe (Majoranbutter) wird bei Säuglingen auch gegen Schnupfen verwendet, indem man sie auf und unter der Nase verteilt.

ANBAU UND ERNTE
Dieses Kraut bevorzugt sonnige und warme Lagen und ist besonders für die Topfkultur geeignet. Die ursprünglich mehrjährigen Pflanzen überwintern in unseren Breitengraden nur schlecht und werden daher üblicherweise als einjährige Kräuter angebaut. Im Frühbeet oder Gewächshaus und auf der Fensterbank kann ab Mitte Mai mit der Aussaat begonnen werden. Der Lichtkeimer zeigt sich nach etwa 21 bis 28 Tagen. Majoran erntet man kurz vor der Blüte zwischen Juni und Oktober, wobei mehrere Ernten möglich sind.