Petroselinum crispum ssp. crispum Mill., A.W. Hill

Fam. Apiaceae, Ord. Apiales

PETERSILIE

engl. parsley, frz. persil

BAU & EIGENSCHAFTEN

Das bekannteste Küchengewürz seit dem Mittelalter ist die zweijährige Petersilie. Ihre Heimat ist das östliche Mittelmeergebiet und Nordafrika. Sie bildet im ersten Jahr eine Rübe und im zweiten eine verzweigte Infloreszenz, die Doppeldolden mit weißen Blüten ausbildet. Den Alten Griechen war die Petersilie heilig, sie galt als Symbol der Festlichkeit, wurde aber nicht als Gewürz genutzt. Seit dem Mittelalter wird das Kraut in der Küche verwendet. Heute ist sie als Gewürz weltweit verbreitet. Es gibt verschiedene Sorten: Am bekanntesten sind Krause und Glatte Petersilie. Die glänzenden, dreifach fiederschnittigen Blätter von beiden Arten sind im Umriss dreieckig.

INHALTSSTOFFE & VERWENDUNG

Petersilie wird am besten frisch verwendet, denn sie enthält viel Vitamine (A, B1, B2, C, E und Folsäure). In getrockneter oder eingefrorener Form verliert sie an Würzkraft und Vitaminen. Petersilienblätter enthalten etwa 0,3 % etherische Öle, die in der Hauptsache aus den Phenylpropanderivaten Apiol und Myristicin bestehen. Myristicin, das auch in der Muskatnuss vorkommt, ist in den Blättern in nur ganz geringen Konzentrationen vorhanden, in den Samen der Petersilie aber in größeren Mengen. Es ist dem Mescalin verwandt und wirkt, besonders in Form seiner Aminderivate, psychosemimetisch (es täuscht eine Psychose vor). Die Samen, die bis zu 7 % etherisches Öl enthalten, können daher zu Vergiftungserscheinungen führen und werden in der Küche nicht genutzt. In der Medizin wird Petersilie als Magenmittel, gegen Blähungen und zur Entwässerung eingesetzt.