Mentha x piperita L.

Fam. Lamiaceae, Ord. Lamiales

PFEFFERMINZE

engl. peppermint, frz. menthe poivrée

BAU & EIGENSCHAFTEN

Unsere Pfefferminze ist ein steriler Bastard aus Mentha aquatica, M. spicata (Krauseminze) und M. longifolia, der im Jahre 1696 zum ersten Mal in England aufgetreten ist und seitdem kultiviert wird. Alle drei oben genannten Wildarten sind, wie der Bastard, gute Teepflanzen. Man muss die Pflanze, die im Garten durch Ausläufer vegetativ vermehrt wird, alle zwei Jahre umpflanzen damit sie sich nicht rückkreuzt. Die kräftige bis zu 80 cm hohe Pflanze besitzt vierkantige Stengel, die wenig verzweigt sind. Die gegenständig angeordneten Blätter sind gestielt und eiförmig. An den Spitzen tragen die Sprosse in dichten Scheinwirteln zahlreiche kleine, rosafarbene Blüten, die fast radiärsymetrisch gebaut sind.

INHALTSSTOFFE & VERWENDUNG

Das etherische Öl der Pfefferminze befindet sich in den Drüsenschuppen der Blätter; es besteht hauptsächlich aus Menthol (50 %) und Menthon (ca. 20 %). Das etherische Öl der Krauseminze (Spearmint) enthält anstelle des Menthols Carvon. Dieses Öl wird bevorzugt für die Herstellung von Kaugummi verwendet. Destillat aus Pfefferminze wird in der Likör- und Bonbonindustrie, aber auch für medizinische und kosmetische Zwecke eingesetzt. Als Gewürz eignet sich die Minze hervorragend zu Fleisch- und Fischgerichten; vor allem in England wird die berühmte Minzsoße zum Lammbraten gereicht. In der Volksmedizin gilt der von einem Teelöffel Minzblättern gekochte Pfefferminztee als Heilmittel bei Magen- und Darmbeschwerden, gegen Erbrechen und Blähungen. Das Pfefferminzöl („Japanisches Heilpflanzenöl“) wird zum Inhalieren bei Erkältungskrankheiten empfohlen.