Salvia officinalis L.

Fam. Lamiaceae, Ord. Lamiales

SALBEI

engl. sage, frz. sauge

BAU & EIGENSCHAFTEN

Salbei kommt wie Rosmarin aus wärmeren Gegenden; seine Heimat ist Dalmatien. Der bei uns wild wachsende Wiesensalbei (Salvia pratensis) enthält wesentlich weniger etherische Öle als der für medizinische Zwecke gezüchtete offizinelle Salbei. Salvia officinalis ist ein bis 80 cm hoher Halbstrauch, der unten leicht verholzt ist. Die Blätter sind länglich-oval und weißfilzig; auch der vierkantige Stengel ist behaart. Die Blütenstände besitzen in den Blattachseln jeweils 4 bis 8 rotviolette Blüten. Im Garten kann man Salbei aussäen, die Vermehrung durch Stockteilung ist aber vorteilhafter. Die Blätter werden grundsätzlich vor der Blüte geerntet.

INHALTSSTOFFE & VERWENDUNG

Salbei enthält 30 - 50 % Thujon in seinem etherischen Öl, dazu kommen Borneol, Kampfer und Cineol. Als Gewürz soll man die Blätter sehr sparsam anwenden, da der Geschmack sonst bitter und adstringierend (zusammenziehend) wird. Salbei passt zu Fleisch, Fisch, Wild und Geflügel. Als Tee wird er zur Mund- und Rachendesinfektion empfohlen. Das etherische Öl wirkt desinfizierend und krampflösend.