Kaffee

Die Gattung Coffea gehört zu der Pflanzenfamilie der Rubiaceae (Rötegewächse) und vertritt mehrjährige Sträucher und Bäume. Nicht alle Pflanzen speichern Coffein in ihren Samen und einige haben auch nur eine entfernte Ähnlichkeit mit den uns bekannten Kaffeepflanzen.

KaffeestrauchKaffeestrauch

 

Von wirtschaftlicher Bedeutung sind nur zwei Kaffeevariatäten zu betrachten: Kaffee Arabica, 70% der Weltproduktion und an zweiter Stelle der Robusta Kaffee, der bis zu 30 % ausmacht.

Zu nennen sind noch Coffea Liberica und Coffea Chari, die jedoch von geringer wirtschaftlicher Bedeutung sind.

   
Der Kaffee
Familie: Rubiacae
(Rötegewächse)
Gattung: Coffea
 
 
 Arabica
Robusta

 Liberica und Chari

 Bau und Eigenschaften
  • 6-8m hoch
  • tetraploid, selbstfertil, strauchförmig
  • Zweig: rutenförmig
  • Blatt: grün, kurzstielig, länglich-oval
  • Bohnen: länglich, glatt, blau/grün
  • Anbau in 600 - 2000 m Höhe
  • 3/4 der Weltproduktion
  • 3-6 m hoch
  • diploid
  • schnellwüchsig
  • ertragreich
  • widerstandsfähiger gegen Schädlinge
  • Anbau: bis zu 600 m Höhe
  • Samen: unregelmäßig, rund, hellbraun bis graugrün
  • 1/4 der Weltproduktion
  • Liberica ist 10 bis 15 m hoch
  • Schari ist noch höher
  • Bohnen: überdurchschnittlich groß, flach, grün
  • Blätter: lang, lobeerartig
  • weltwirtschaftlich bedeutend
Herkunft, geographische Lage der Kaffeeproduktion
  • zwischen dem 23sten nördlichen und 25sten südlichen Breitengrad
  • Ursprung in Afrika
  • Verbreitungsgebiete: Hochland Äthiopiens, Südamerika, Asien, Ozeanien
  • zwischen dem 10ten Breitengrad nördlich und südlich des Äquators
  • Verbreitungsgebiete: Indonesien, Brasilien, Elfenbeinküste, Uganda
  • Afrika, Asien, Philippinen, Indonesien, Malaysia

Bau und Eigenschaften

Der Arabica–Kaffeebaum erreicht eine Höhe zwischen 6 und 8 m und ist tetraploid, während alle anderen Kaffeesorten diploid sind. Er ist der einzige, der selbstfertil ist, denn bei den anderen Arten ist Selbstbefruchtung nicht möglich. Außerdem ist er strauchförmig und seine Zweige sehen auslaufend und rutenförmig aus. Die Blätter sind aber immergrün und länglich–oval. Sie fühlen sich lederartig an und sind an der Oberseite dunkelgrün, an der Unterseite hellgrün. Die Länge der Blätter ist zwischen 8 und 15 cm und ihre Breite beträgt 4 bis 6 cm. Die Kaffeesamen ("Bohnen") sind eher länglich, sie haben eine glatte Oberfläche und, als nass aufbereiteter Kaffee, häufig eine grünliche Färbung. Angebaut wird der Kaffeebaum in Höhen zwischen 600 und 2000 Metern.

Der Robusta–Kaffeebaum ist der kleinste, denn er wächst zwischen 3 und 6 Metern. Im Vergleich zu dem Arabica–Kaffeebaum. Ist der Robusta–Kaffeebaum schnellwüchsiger, ertragreicher und widerstandsfähiger gegen die Schädlinge. Er wird in Lagen zwischen dem Meeresspiegel und etwa 600 m angebaut. Die Samen besitzen eher eine rundliche, unregelmäßige Form von hellbrauner bis hellgrüner Farbe.

Ganz anders ist es bei den letzten zwei Arten, Liberica und Chari. Sie sind wirtschaftlich unbedeutend. Der Liberica–Kaffeebaum ist zwischen 10 und 15 m hoch und der Chari–Kaffeebaum wächst noch höher. Bei beiden Arten sind die Samen überdurchschnittlich groß und flach. Die immergrünn Kaffeepflanzen weisen längliche, lorbeerartige Blätter auf.

Arabica / Robusta–Kaffeesorte

Die besten Anbaugebiete der Arabica–Kaffeesorte liegen zwischen 600 und 1200 Metern über dem Meer. Die Pflanzen gedeihen in Ländern mit heißem Klima bei etwa 18 bis 25 Grad und verlangen viel Feuchtigkeit. Die optimale Temperatur sollte nicht über 30 Grad steigen und nicht unter 13 Grad fallen.

Anders ist es bei der Robusta–Kaffeesorte. Sie gedeiht in Anbaugebieten zwischen 300 – 800 Metern über dem Meeresspiegel. Außerdem hat sie eine höhere Anpassungsfähigkeit und erträgt durchschnittlich höhere Temperaturen.

Beide Pflanzen haben einen Wasserbedarf von 250 – 300 mm pro m2 im Jahr. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei etwa 1.500 – 2.000 mm.

Was passiert jedoch, wenn die Niederschlagsmenge zu gering ausfällt?

Erst, wenn die Niederschlagsmenge im Jahresdurchschnitt zu gering ist (etwa bei 1000 mm liegt), soll künstliche Bewässerung angewendet werden. Liegt jedoch die jährliche Niederschlagsmenge nur bei 800 mm, so kann kein Anbau von Kaffee mehr erfolgen.

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