Geschichte der Schokolade

Die Inhalte dieses Teils wurden der Seite: http://www.theobroma-cacao.de/ entnommen - vielen Dank an den Autor Arne Homborg!

 

Schon bei den Olmeken war Kakao bekannt.Unter den Mayas, Tolteken und Azteken galt der Kakao als äußerst kostbar - sie verehrten die Bohne geradezu. Auch bei den Europäern avancierte die aromatische Frucht als Trinkschokolade schnell zum Kult. Heute sind die exotischen Bohnen mehr denn je gefragt, sie dienen als Rohstoff für viele Köstlichkeiten.


Olmeken

Während der vorklassischen Periode entwickelte sich die Kultur der Olmeken, die wie wir heute wissen als erste Schokolade genossen. Die Olmeken siedelten im fruchtbaren Tiefland am Golf von Mexiko. Das Klima ist für die Überlieferung von Überbleibseln der Olmeken denkbar ungünstig und so werden sich die meisten Fragen zur Schokolade bei den Olmeken nicht mehr beantworten lassen.

Woher wissen wir, dass die Olmeken Schokolade kannten?
Sprachwissenschaftler haben herausgefunden, dass die Olmeken eine Urform der Mixe-Zoque-Sprachen benutzten. Einige Wörter dieser Sprache wurden von anderen Völkern übernommen und finden sich in vielen mittelamerikanischen Sprachen wieder. Auch das Wort 'cacao', ursprünglich kakawa ausgesprochen, stammt aus dieser Sprache. Es gehörte bereits um 1000 v. Chr. zum Wortschatz der Olmeken. So können wir heute davon ausgehen, dass die Olmeken die ersten waren, die Schokolade tranken.

 

Mayas

Schon die Mayas kannten um 1000 v. Chr. eine primitive Form der Schokolade aus gerösteten und gestampften Kakaobohnen.

Auch bei den Tolteken (800-1100 n. Chr.) genoss man die Bohnen und verehrte den Kakaobaum.

 

Atzteken

Die Azteken (ab 1300 n. Chr.) schrieben das Geschenk des Kakaos ihrem Gott Quetzalcóatl zu, der in einem paradiesähnlichen Garten unter dem Kakaobaum lebte, bevor er vor anderen Göttern gen Osten floh.

Aufgrund einer Prophezeiung hielten die Azteken den spanischen Eroberer Hernando Cortez, der 1519 an ihrer Küste landete, für ihren heimgekehrten Gott und nahmen ihn mit offenen Armen auf - was zu ihrer Unterwerfung und Vernichtung führte.

 

Verbindung in die Moderne

Christoph Kolumbus zeigte sich nicht sonderlich beeindruckt, als er die Götterspeise der Neuen Welt kennenlernte: Er erwähnte die Kakaobohnen, die ihm als Begrüßungsgeschenk gereicht wurden, beiläufig in seinem Logbuch und notierte lediglich, dass sie bei den Indios sowohl als Zahlungsmittel als auch zur Herstellung eines Getränks Verwendung fänden. Diese Haltung teilten die Spanier, die Kolumbus folgten, anfänglich mit dem Entdecker Amerikas. Cacahuatl, die Samen der Kakaopflanze, und xocolatl, der von den Azteken daraus zubereitete Trank, schmeckten den Europäern ungewöhnlich und bitter. Montezuma, der Kaiser der Azteken, genoss die Götterspeise, die ihm in Goldbechern gereicht wurde, im Überfluss - und mit ihm sein Volk. Dieses trank je nach Einkommen Kakao mit edlen Gewürzen wie Vanille, wildem Honig und Chili verfeinert oder würzte zumindest den täglichen Maisbrei mit ein wenig gestoßenem Kakao.
Der besondere Wert des Kakaos entging den Spaniern jedoch nicht: Im Palast von Montezuma sollen 2,5 Millionen Pfund Kakaobohnen gelagert haben, als der Aztekenkaiser von den Eroberern gestürzt wurde - außer zum Genuss dienten die Bohnen den Azteken als Zahlungsmittel. So war ein Kürbis vier und ein Sklave 100 Bohnen wert -Montezumas Reichtum gründete nicht auf dem von den Spaniern begehrten Gold. Schon nach kurzem Aufenthalt in Mittelamerika wussten die Spanier, zumindest den stärkenden Aspekt der xocolatl zu schätzen, doch zum akzeptierten Genussmittel wurde die Schokolade für sie erst, nachdem sie die Rezeptur veränderten