Die Kokospalme
(Cocos nucifera)

 

Verwendung und Inhaltsstoffe

Während Palmen in Mitteleuropa hauptsächlich nur als
Zierpflanzen
angebaut werden, haben diese Pflanzen in
den Herkunfts- und Hauptanbauländern eine grössere
wirtschaftliche Bedeutung.
Bei der Kokospalme gibt es so gut wie kein Teil, das
nicht Verwendung findet.

Holz

Das Holz der Kokospalme ist im Gegensatz zu den Höl-
zern der Dikotyledonen von Leitbündeln durchzogen. An-
ders als bei Laub- und Nadelhölzern nimmt die Dichte der
Leitbündel vom Stammesinneren nach aussen zu, und so-
mit ist das Holz aussen dunkler als innen. Man erkennt im
Stammquerschnitt die Leitbündel als schwarze Punkte.
Das Holz wirkt bei der Bearbeitung stumpfend auf das ver-
wendete Werkzeug. Grund dafür ist die unterschiedliche
Dichte von Grundgewebe und Leitbündeln.
Da Palmholz sehr hart ist, eignet es sich hervorragend
zur Herstellung von
Möbeln und Parkettböden, aber auch
zur Dekoration.

Blätter

Die bis zu 6 m langen und 15 kg schweren Blätter wer-
den in den Herkunftsländern zum Decken von Hütten ver-
wendet und es werden daraus Körbe, Matten und Fächer
angefertigt.
In der Küche werden Gerichte zur Zubereitung in den Fie-
derblättern eingerollt.

Frucht

Die Frucht ist das eigentliche Hauptprodukt der Kokos-
palme. Auch diese findet vielseitige Verwendung.
Die Kokosfaser der Frucht ist eine sehr leichte, elasti-
sche und bruchfeste Faser, die zum Herstellen von Seilen,
Tauwerk wie auch Bürsten verwendet wird.
Die harten Kokosschalen finden unter anderem Verwen-
dung als
Schüsseln, aber auch als Kunstwerke und Schmuck.
Das süsse Kokoswasser (flüssiges Endosperm) junger
Früchte wird als erfrischendes Getränk konsumiert. Bei
älteren, reifen Früchten gewinnt man durch Trocknen und
Zerkleinern des festen Endosperms das sog. "Kopra",
das 63-70 % Fett enthält und zur Herstellung von Öl ge-
presst wird. Dieses wird zur Herstellung von Kerzen, Kos-
metik und Seife verwendet.
Auch wird daraus Speisefett (Palmin) und Margarine her-
gestellt. Durch Auspressen des geraspelten, noch weichen
Endosperms erhält man die sog. Kokosmilch, welche auch
mit Kokoswasser vermischt wird. Aus dieser kann man tro-
pische Getränke wie zB "Pina Coloda" herstellen (1/3 Ko-
kosmilch, 1/3 Ananassaft und 1/3 Rum). Das in frischem Zu-
stand 35% Fett und 9% Zucker enthaltende Endosperm dient
nach Trocknung zur Herstellung der als Backzutat bekannten
Kokosflocken bzw. Kokosraspeln.

Blüten

Aus dem zuckerhaltigen Saft der Blüten wird das sog. Toddy
und durch dessen Gärung Palmwein gewonnen. Durch Des-
tillation des Palmweins erhält man Arrak, eine Art Rum.

Inhaltsstoffe

Die Frucht der Kokospalme ist eine wichtige Fett- und Eiweiß-
quelle in den Anbauländern. Hierzu eine Tabelle zur Veran-
schaulichung der
Zusammensetzung von Endosperm, Kopra
und Kokoswasser.

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