Kurze Übersicht über die Geschichte
der Hefen und der Biotechnologie
 6000-2000 v.Chr.   erste Anfänge im Brotbacken, Brauen und in der Weinherstellung bei den frühen Hochkulturen
 1680 van Leeuwenhoek mikroskopiert einen Biertropfen und berichtete über "little animacules"
 1818 Erxleben beschreibt die Hefezelle als lebenden Organismus, der vermutlich für die Gärung verantwortlich ist
 1837 Schwann et al entdecken einzellige Organismen im Fermentersediment
 1838 Meyer schlägt den Namen Saccharomyces cerevisiae vor, da sich der Hefepilz den Zucker als Nahrungsquelle zu eigen machte 
 1863/76 Pasteur berichtet in seinen "Études sur le Vin" und "Études sur la Bière" über den physiologischen Prozeß der Gärung und die Schlüsselrolle der Hefezellen in diesem Prozeß;
Pasteur stellt außerdem fest, daß Sauerstoff die Gärung unterdrückt, diese Stoffwechselregulation wird später als "Pasteur-Effekt" bezeichnet
 1880-1883 Hansen untersucht Bier- und Bäckerhefe und isolierte als Erster Reinkulturen von Saccharomyces, er optimierte Pasteurs Methosen und differenzierte eine Reihe Spezies ; 1896 stellte er eine Hefetaxonomie auf
 1915 Neuberg entwickelt Gärungsformen zur Produktion von Glycerol, hieraus konnte Nitroglycerin hersgestellt werden, welches als Sprengstoff im Ersten Weltkrieg Verwendung findet
 1928 Guilliermond dehnt Hansens Studien aus und beschreibt die sexuelle Vermehrung der Hefe
 1930er/40er Winge, der am Carlsberg-Labor in Kopenhagen arbeitet, Lindegren und andere führen genetische Studien an Bierhefe durch und untersuchen das "Paarungstyp-System"; 1935 führt Winge eine erste genetische Analyse der Hefe durch und stellt fest, daß es eine Haplo- und eine Dipophase gibt; 1939 wird die erste Tetradenanalyse durchgeführt
 1978 die erste Transformation in Hefe findet statt
 1980er/90er das erste kommerzielle Produkt aus rekombinanter Hefe kommt auf den Markt, der Hepatitis B-Impfstoff
 1996 Komplettierung des Hefegenomprojektes
 

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"Was sind Hefen"