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Was ist Holz? Inhaltsstoffe Nutzung Wald Glossar


Wie bestimmt man das Alter eines Stammes, den man im Wald findet? Na klar, man zählt die Jahresringe. Aber warum funktioniert diese Altersbestimmung und was kann man noch aus den Jahresringen ablesen?
Dazu muss man wissen, dass sich das sekundäre Dickenwachstum in unseren Breiten nicht gleichmäßig vollzieht, sondern in Schüben. Im Frühjahr werden Gefäße mit dünnen Wänden und großem Zelllumen gebildet. Im Laufe des Jahres erfolgt ein allmählicher Wechsel zu dickeren Zellwänden und engerem Lumen. Über den Winter wird das sekundäre Dickenwchstum eingestellt und im nächsten Frühjahr wird dann wieder weitlumiges Frühholz produziert. Die Jahresringe sind deshalb so gut zu erkennen, weil die letzten Gefäße im September besonders stark verdickte Zellwände besitzen und die ersten Gefäße im April besonders dünne.
Abgesehen vom Alter der Bäume kann man aber noch mehr an den Jahresringen ablesen. In besonders trockenen Jahren sind sie schmal und enthalten viel Spätholz, wogegen in feuchten Jahren breite Ringe gebildet werden, also viel Holz produziert wird. Also sind auch Rückschlüsse auf klimatische Bedingungen möglich.
Man bezeichnet diese Verfahren auch als Dendrochronologie.
Die gewaltigen Mammutbäume in den USA sind bis 3000 Jahre alt. Schon an einem gefällten Baum in Deutschland, der 400 Jahre alt ist, könnte man erkennen, ob das Jahr, in dem Napoleon durchzog besonders trocken oder feucht war.

Stamm mit Jahresringen

i Teil eines Querschnitts. Jahresringe, Früh- und Spätholz können interaktiv betrachtet werden.

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