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der primäre Spross Dickenwachstum Holzkörper
 
Was ist Holz? Inhaltsstoffe Nutzung Wald Glossar


Betrachtet man eine alte knorrige Eiche im Wald, vermutet man vielleicht nicht, dass auch so ein Baum einmal aus einem kleinen, unverholzten, Keimling hervorgegangen ist. Außerdem befinden sich auch Pflanzen, die bereits dicke Stämme und Äste besitzen noch immer im Längenwachstum. Am Sprosscheitel (?), wo neue Zellen gebildet werden, entsteht auch nicht direkt Holz. Den Teil eines Sprosses, der noch jung und unverholzt ist, nennt man den primären Spross im Gegensatz zum sekundären Spross, der Holz enthält. In primären Spross befinden sich aber schon die Gewebe, die später für die Entstehung von Holz wichtig sind und noch eine große Rolle im sekundären Dickenwachstum (Wachtumsprozess, in dem Holz gebildet wird) spielen. Daher lohnt es sich, auch den primären Spross einmal genauer zu untersuchen.

i Die Grafik zeigt den Querschnitt durch einen primären Spross.


Folgende Gewebe lassen sich unterscheiden: (Auf einige gehen wir später noch genauer ein)

Grundgewebe:
Dieses Gewebe, das man auch als Parenchym beszeichnet, kommt im primären Spross in drei Bereichen vor und kann verschiedene Funktionen haben. Im Mark dient es hauptsächlich zur Speicherung von Stoffen. Die primäre Rinde liegt zwischen dem Leitbündelring und der Epidermis (s. Grafik) und enthält oft Chloroplasten (?) in den Zellen, ist also photosynthetisch aktiv. Die Markstrahlen stellen die Verbindung zwischen der Rinde und dem Mark dar.
Festigungsgewebe:
Damit der primäre Spross gegen mechanische Belastung gewappnet ist, enthält er Festigungsgewebe. Dazu gehört das Kollenchym, das aus lebenden Zellen besteht, die teilweise verdickte Zellwände besitzen. Das Sklerenchym besteht aus toten Zellen, die allseitig stark verdickt sind.
Leitgewebe:
Die Zellen der Leitgewebe dienen dem Transport von Wasser und gelösten Stoffen. Sie sind zu Leitbündeln geordnet, die einen Kranz um das Mark bilden. Sie setzen sich aus dem Xylem (?) und dem Phloem (?) zusammen. Mehr dazu im Kapitel Leitbündel
Abschlussgewebe:
Der Spross wird nach außen hin durch ein Abschlussgewebe begrenzt, die Epidermis. Sie ist mit einer Cuticula (?) überzogen und von Spaltöffnungen durchsetzt.
Bildungsgewebe:
Diese Zellen sind noch teilungsfähig und dienen daher der Bildung von neuen Zellen und Geweben. Das Kambium ist so ein Bildungsgewebe. Nicht bei allen Pflanzen bildet es einen geschlossenen Ring, wie in der Grafik. Manchmal liegt es nur im Bereich der Leitbündel vor.

 

Links: Ein Keimling einer Fichte. Der Spross befindet sich im primären Zustand. Rechts: Dieser Keimling einer Eiche ist schon etwas älter. Im unteren Bereich hat das sekundäre Dickenwachstum bereits eingesetzt: Holz hat sich gebildet.


Die Leitgewebe verdienen besondere Aufmerksamkeit, denn sie begegnen uns später, bei der Entstehung von Holz, noch einmal.

Zu den Leitbündeln



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