Ökologie
 
Der Bereich der Ökologie beinhaltet, wie alle anderen Teilbereiche der Biologie, viele Mechanismen der Steuerung und Regelung. Die Punkte auf der folgenden Beispiel-Mind-Map sollen Anregungen für den Nutzer sein, solche Sachverhalte in Eigeninitiative zu erforschen.
Als Anregung sind die Begriffe "Räuber-Beute-Beziehung", "biologisches Gleichgewicht", "Produzent<=>Konsument<=>Destruent" und "Populationsgröße" angegeben. Damit ist nur ein kleiner Bruchteil der ökologischen Begriffe und der Bestandteile der Regelmechanismen in der Ökologie benannt.
 
Beispiel-Mind-Map:
 
Denkanstöße:

1) Ein Raubtier erbeutet in der Regel die aus seiner Sicht optimale Beute. Das bedeutet, diese muss leicht zu fangen sein, also mit wenig Energieaufwand und ohne lange Suche. Außerdem muss sie eine dem Aufwand in Menge und Qualität entsprechende Nahrung bieten. So erbeuten Löwen oftmals Herdentiere, da die Wahrscheinlichkeit des Beutemachens in einer großen Herde groß ist und alter oder kranke Tiere leichte Beute darstellen. Weiterhin gilt: Je öfter ein Räuber auf eine Beutetierart trifft, umso häufiger erbeutet er ein Tier dieser Art. Er schränkt sein Nahrungsspektrum auf bestimmte Tierarten ein und spezialisiert sich bis zu einem gewissen Maße auf die Beuteart. Nimmt die Bevölkerungszahl dieser Beutetierart dadurch ab, wird sie folglich auch wieder seltener gefressen. Mit der Population des Beutetieres schwindet aber auch die Population des Räubers, da dieser sich auf das Tier spezialisiert hatte. Die Populationszahlen auf Seiten der Beute und des Räubers regulieren sich somit gegenseitig.

Fragen: Wie sehen die genauen Mechanismen und Verhältnisse dieser Regelungen aus? Wieso kommt es trotz einer natürlichen Regelung zur Ausrottung einiger Tierarten?

 
 
Produzent, Konsument und Destruent im Stoffkreislauf

2) Auch Pflanzenfresser können durch ihre Nahrungswahl reguliert werden. Spezialisten in Punkto Nahrung (Koalabär - Eukalyptus) sind an das Vorhandensein dieser Nahrung gebunden. Die zunehmende Globalisierung fördert die Verschleppung und Neueinbürgerung aller möglichen Arten von Pflanzen und Tieren mit zum Teil unabsehbaren Folgen. Neophyten (z.B. Riesenknöterich) bevölkern heute schon Wegränder und Flächen und verdrängen einheimische Pflanzen- und Tierarten.

3) Mensch und Tier atmen Luft ein und entnehmen ihr den Sauerstoff (O2), als Endprodukt der Dissimilation wird Kohlenstoffdioxid (CO2) ausgeatmet. Pflanzen nehmen CO2 aus der Atmosphäre auf und produzieren durch die Wasserspaltung in der Fotosynthese O2. Organische Stoffe werden durch verschiedene Organismen in unterschiedliche Formen umgewandelt. Hier hat das Wechselspiel zwischen Produzent, Destruent bzw. Reduzent und Konsument, wie in der Abbildung beispielhaft dargestellt, eine entscheidende Bedeutung.