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Sprossachse
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Bau der Sprossachse
  Ursachen für den Wassertransport
  besondere Angepasstheit
 
 

 

Bau der Sprossachse


Der Spross besteht aus verschiedenen Gewebetypen, die alle unterschiedliche Aufgaben besitzen. Die für den Wassertransport direkt relevanten Gewebe im Spross sind die Leitbündel. Sie bestehen aus dem Xylem und dem Phloem, welche für den Ferntransport der Pflanze verantwortlich sind.

Das Xylem enthält Röhren aus hintereinanderliegenden toten Zellen. Die Wände dieser Zellen sind durch Lignin ("Holzstoff") verstärkt, damit sie dem Transpirationssog stand halten. Diese Einlagerung von Lignin in die Zellwände bezeichnet man auch als Verholzung. Ohne diese Verholzung der Zellen würden die Röhren in sich zusammenfallen. Im Xylem wird das Wasser und die darin gelösten Mineralien von der Wurzel bis hoch zu den Blättern transportiert. Die Leitgefäße dienen der Pflanze als Rohrsystem. Die Weite dieser Gefäße bei unseren Laubbäumen schwankt zwischen 0,25mm (Eiche) und 0,006mm (Linde).



Das Phloem besteht im Gegensatz zum Xylem aus lebenden Zellen. Im Phloem werden Stoffe transportiert, die durch Fotosynthese in den Blättern entstehen. Bei diesen sog. Assimilaten handelt es sich vor allem um Zucker, der überall in den Zellen der Pflanze zur Energiegewinnung gebraucht wird und in den grünen Blättern entsteht (Fotosynthese). Während der Transport im Xylem zu den Blättern erfolgt, ist der Transport im Phloem genau anders herum gerichtet, nämlich von den Blättern weg.

Bei Bäumen und verholzten Pflanzen bilden die Xylemröhren einen zentralen Holzzylinder. Dieser ist von den Siebröhren des Phloems umgeben. Betrachtet man einen Baumstamm, so ist das Holz der Xylemteil, während das Phloem in der Rindenschicht liegt.

 

 
  Abb.: Leitbündel im Spross

Die Siebröhren sind in der Regel nur für eine Vegetationsperiode funktionsfähig. Mehrjährige Pflanzen müssen daher alljährlich ihre Siebröhren und damit ihre Rinde erneuern.

 

Abb.: Modell der Sprossachse bzw. eines Baumstammes