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Glossar
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Glossar
abiotisch [griech.] unbelebt; Zusammenfassung aller Faktoren der unbelebten Umwelt, an denen Lebewesen nicht sichtbar beteiligt sind
aerob Lebensvorgänge bzw. Stoffwechselprozesse, die Sauerstoff benötigen
anaerob Lebensvorgänge bzw. Stoffwechselprozesse, die unter Sauerstoffausschluss stattfinden (können)
ATP Adenosintriphosphat; energetisches System, das Energie speichern und liefern kann
Biodiversität biologische Vielfalt; hier: biolog. Artenvielfalt in einer bestimmten geographischen Region
biotisch [griech.] belebt; Zusammenfassung aller Faktoren der lebenden Umwelt. Sie ergeben sich aus den Wechselwirkungen zwischen einzelnen Arten bzw. Lebewesen innerhalb eines Ökosystems, z.B. Symbiose, Konkurrenz
Brutsack umgestalteter Teil der Kiemenblätter, in dem Embryonalentwicklung stattfindet
Caspary-Streifen durch Einlagerung suberinähnlicher Substanz gebildete Wandimprägnierung der Radialwände der Endodermiszellen; verhindert die Diffusion gelöster Stoffe durch die Zellwände und erzwingt eine regulierte Wasseraufnahme
Detritus [lat.] das Zerriebene; tote, organische Substanz in Ökosystemen
Ebbe Zeitspanne zwischen dem Höchst- und dem Niedrigststand des Wassers, während der das Wasser abläuft
Endodermis verkorktes, meist einschichtiges, pflanzliches Abschlussgewebe aus prismatischen Zellen in der Wurzel, das die innerste Zellschicht der Rinde bildet und den Zentralzylinder mantelartig umgibt
Eulitoral Wattfläche zwischen Hoch- und Niedrigwasserlinie; eigentliche Gezeitenzone
euryök Bezeichnung für Organismen, die einen große Toleranz gegenüber der Intensität von Umweltfaktoren besitzen
Extremitäten Körpergliedmaße, wie z.B. Beine, Antennen, Parapodien, etc.
Filtrierer Lebewesen, die ihre Nahrung über das Atemwasser aufnehmen, indem sie aus diesem verwertbare Nahrungspartikel herausfiltern, z.B. Miesmuschel
Fliehkraft Kraft, die bei einer Rotationsbewegung einen bewegten Körper von einem Zentrum nach außen fortzuziehen versucht
Flut Zeitspanne zwischen dem Niedrigst- und Höchststand des Wassers, während der das Wasser aufläuft 
Gärung Abbauprozess organischer Verbindungen durch Mikroorganismen und/oder Enzyme in Abwesenheit von Sauerstoff, z.B. alkoholische G., Milchsäureg., Essigsäureg.
Ganglien (Sing.: Ganglion); aus einer Anzahl von Ganglienzellen (Nervenzellen) zusammengesetzter Nervenknoten
Generationswechsel Wechsel zwischen sich jeweils unterschiedlich fortpflanzende Generationen in der Ontogenie einer Art, wobei sich zumeist eine geschlechtliche mit einer oder mehreren ungeschlechtlichen Generationen abwechselt
Gezeiten Wechsel zwischen Ebbe und Flut
Glykogen aus D-Glucoseeinheiten aufgebautes Polysaccharid
Hochwasser (= HW) höchster Stand des Wassers
Massenanziehung = Gravitation; äußert sich als eine Kraft, mit der sich schwere Massen gegenseitig anziehen; die Erde zieht als schwerer Körper demnach jeden anderen Körper an
Maxillipeden zu Kiefernfüßen umgebildete Beinpaare, die die Mundwerkzeuge ergänzen
Meiofauna Organismen (v.a. Gliederfüßer), die bis zu 1 mm groß sind
Microphythobenthos mikroskopisch kleine, pflanzliche Organismen
mHW-Linie mittlere Hochwasserlinie
mNW-Linie mittlere Niedrigwasserlinie
Niedrigwasser (= NW) niedrigster Wasserstand während einer Tide
Nipptide geringerer Tidenhub nach dem 1. und 4. Mondviertel
ökologische Nische System von Wechselbeziehungen zwischen Organismus und Umwelt, wobei nicht nur ein bestimmter Ort gemeint ist, sondern Faktoren wie unterschiedliche Aktivitätszeiten, Nahrung, Fangmethoden, etc., die es verschiedenen Arten oder Rassen erlauben, am gleichen Ort ohne Konkurrenzdruck zu existieren
Ökosystem Einheit von Lebensraum (Biotop) und Lebensgemeinschaft (Biozönose) mit allen Wechselbeziehungen
Omnivore Allesfresser; weder auf tierische nochauf pflanzliche Nahrung spezialisiert
Operculum auf der Oberseite des Schneckenfußes gebildeter kalkiger oder horniger Deckel zum Verschließen der Schalenöffnung als Schutz vor z.B. Austrocknung
Osmose Diffusion durch eine semipermeable Membran, d.h. eine Membran, die für größere Moleküle, z.B. eines gelösten Stoffes wie Salze undurchlässig, für kleinere Moleküle wie des Lösungsmittels Wasser aber durchlässig ist
Ostien Öffnungen des Herzens bei Arthropoden, durch die die Hämolymphe einfließen kann
Pessimum Grenzbereich am Minimum oder Maximum, in dem eine Existenz gerade noch, eine Fortpflanzung aber nicht mehr möglich ist
Plasmodesmen Poren in der Pflanzenzellwand, die die Zellen miteinander verbinden und so den Stoffaustausch ermöglichen; die Protoplasten sämtlicher lebender Zellen einer Pflazen bilden über die P. einen sog. Symplast
Präferendum kennzeichnet in einer Toleranzkurve den von der Art bevorzugten Bereich
Reduktionsschicht schwarz gefärbte Sandschicht im Watt, die durch chemische Prozesse unter anaeroben Bedingungen entsteht
Reusenfänger Lebewesen, die m.H. spezieller Fangvorrichtungen bei Überflutung Plankton und Schwebstoffe aus dem Wasser herausfischen
Sandfresser Lebewesen, die ihre Nahrung aus gefressenem Sand und Schlick aufnehmen und verdauen und den Sand anschließend wieder abgeben
Scheinkot Pseudofaeces; Unverdauliche Partikel, die von der Muschel eingeschleimt und dann als Paket ausgeschieden werden
Schill zusammengespülte Schalen und Schalenteile von Muscheln und Schnecken
Sedimente Ablagerung von lockerem Material
sedimentieren ablagern von Sinkstoffe, z.B. Sand, durch Wasser auf dem Boden
Sipho rüsselartiger Körperfortsatz zur Nahrungs- bzw. Atemwasseraufnahme
Springtide größerer Tidenhub nach Voll- und Neumond
stenök Bezeichnung für Organismen, die einen geringe Toleranz gegenüber der Intensität von Umweltfaktoren besitzen
Suberin Fettsäureester, die bei der Verkorkung (Kork) schichtweise pflanzlichen Zellwänden aufgelagert werden und Wasser abstoßend wirken
Sublitoral Fläche, die ständig - auch bei Niedrigwasser - von Wasser bedeckt ist
Sukkulenz Bildung von Wasserspeichergewebe durch Umbildung von Organen bei Pflanzen trockener oder salzhaltiger Standorte
Supralitoral oberer Wattbereich, der bei höheren Spring- oder Sturmfluten überspült wird; ca. 50 bis 200 mal im Jahr
Tidenhub Differenz zwischen Hoch- und Niedrigwasser
Uropoden letztes Beinpaar des Abdomens bei Crustaceae
Weidegänger Lebewesen, die ihre Nahrung durch Abgrasen von Pflanzen von Oberflächen aufnehmen