Qualitative vs. quantitative Forschungsmethoden – Das war Workshop #2

von Viktor Burgi und Viviana Warnken

Mit einem ersten Workshop zum Thema wissenschaftliches Arbeiten und Forschen fiel bereits im Juni der Startschuss unseres Forschungsprojekts „Wer sind wir? Fridays For Future meets Citizen Science“. Ende August haben wir – ein Team aus Schüler*innen und Studierenden der Fridays For Future-Bewegung sowie Wissenschaftler*innen des sozialwissenschaftlichen Instituts der Heinrich-Heine-Universität – uns nun erneut getroffen, um über die Planung und Vorbereitung unserer Forschung zu sprechen. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie fand der Austausch erneut online statt.

Bei unserem ersten Workshop ging es darum, das sogenannte „Forschungsproblem“ genauer zu bestimmen. In diesem Zuge sammelten wir erste Ideen zum Forschungsthema, machten Forschungslücken ausfindig und begannen damit, unsere Forschungsziele genauer zu formulieren. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen! Denn neben einer konkreten Forschungsfrage ist auch ein Forschungsmodell entstanden. Entlang dieses Modells wollen wir mögliche Einflussfaktoren auf die Entscheidungsprozesse innerhalb von Fridays For Future identifizieren und weitere Forschungfragen beantworten.

Unser Forschungsmodell

Im zweiten Workshop ging es nun darum, unsere anstehende Erhebung möglichst konkret zu planen und vorzubereiten. Unser Ziel war es, eine Forschungsmethode festzulegen. Zunächst gab es einen kurzen theoretischen Input zu verschiedenen Untersuchungsformen, die häufig in den Sozialwissenschaften angewendet werden. In diesem Zuge haben wir uns auch mit der im Sommer dieses Jahres durchgeführten Umfrage zu der Arbeitsweise von Fridays for Future vor und während Corona beschäftigt. Dazu haben wir uns die Ergebnisse, die bereits im Rahmen einer wissenschaftlichen Konferenz vorgestellt wurden, genauer angeschaut.

Ausgehend von diesem Ansatz einer quantitativen Umfrage, haben wir uns anschließend in Kleingruppen aufgeteilt und über mögliche qualitative Forschungsmethoden diskutiert. Wir haben über Möglichkeiten gesprochen, wie wir Entscheidungsprozesse innerhalb der Fridays For Future-Bewegung untersuchen können. Insbesondere ging es dabei um qualitative Ansätze wie Textanalysen, Interviews und Beobachtungen beziehungsweise sogenannte „ethnographische Methoden“, aber auch um die wissenschaftliche Analyse von Bildern. Ein paar Eindrücke davon findet ihr in diesem Video:

Der Film zum zweiten Workshop. Musik: „Upbeat Party“ von Scott Holmes. Quelle: freemusicarchive.org; CC BY-NC 4.0

Vor Kurzem hat sich unser Team im Rahmen einer Videokonferenz erneut getroffen, um daran zu arbeiten, wie genau wir die Daten für unser Citizen-Science-Vorhaben erheben wollen und das dazu notwendige Vorgehen zu planen. Mehr zu unserem dritten Workshop erfahrt ihr demnächst hier auf unserem Blog!

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Ein Kommentar zu “Qualitative vs. quantitative Forschungsmethoden – Das war Workshop #2”
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