18. April 2018
 

Beilegung langjährigen Rechtsstreits zwischen IM und ZPÜ
 

Der Informationskreis Aufnahmemedien (IM), der Hersteller und Importeure von Speichermedien in Deutschland vertritt, und die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) haben ihren seit Jahren andauernden Rechtsstreit über Urheberrechtsabgaben beigelegt. Namentlich ging es um Vergütungspauschalen für CD- und DVD-Rohlinge. Die Parteien haben sich nun auf einen Gesamtvertrag für die Zeit ab Januar 2018 geeinigt. Danach zahlen Produzenten und Importeure jetzt Urheberrechtsabgaben in Höhe von 1,25 Cent für einmal und 2,5 Cent für mehrfach beschreibbare CDs. Die Pauschalen für DVDs variieren je nach Speichervolumen und Beschreibbarkeit zwischen 2,5 und 10 Cent pro Stück.

Der IM sprach zwar von einem „wirtschaftlich vernünftigen Abschluss“, kritisierte jedoch zugleich das System der Privatkopievergütung, das nicht mehr zeitgemäß sei. Die Rechteinhaber haben in der digitalen Welt „umfassende Möglichkeiten zur Individualverwertung“ und zum Schutz ihrer Werke durch Systeme zum digitalen Rechtekontrollmanagement (DRM), die sie auch in großem Umfang nutzen.

 

Quellen: IM, Pressemitteilung v. 05.03.2018heise.de

Print Friendly, PDF & Email

Von: Wachtel, Alexandra