14. November 2018
 

EU: Ministerrat nimmt neue AVMD-Richtlinie an
 

Der Ministerrat der Europäischen Union nahm am 6. November die neue Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste (AVMD-Richtlinie) an, die der Novellierung der aus dem Jahr 2010 stammenden RL 2010/13/EU dient. Die neue Richtlinie soll den Veränderungen des Marktumfelds und der Nutzungsweisen sowie dem technologischen Wandel Rechnung tragen.

Neben klassischen Rundfunkanstalten sind auch Video-on-Demand und Video-Sharing-Plattformen von den Neuregelungen betroffen. Dieser extensive Anwendungsbereich der AVMD-Richtlinie soll vergleichbare Schutzstandards für traditionelle Fernsehanbieter wie auch audiovisuelle Mediendiensten, die auf Abruf funktionieren, sichern und auf diese Weise gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen. Die Vorgabe, dass ihre Kataloge einen Mindestanteil europäischer Werke von 30% enthalten müssen, soll überdies europäische Inhalte fördern und kulturelle Vielfalt ermöglichen. Ein weiterer Grund für die in der Novellierung vorgesehene Anwendungserweiterung auf Videostreamingdienste ist die Sicherstellung eines flächendeckenderen Schutzes der Zuschauerinnen und Zuschauer vor Gewalt verherrlichenden oder schädlichen Inhalten oder vor Hetze.

Quellen: EU-Ministerrat, Pressemitteilung v. 06.11.2018; urheberecht.org

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Von: Wachtel, Alexandra