15. Februar 2019
 

BGH: Schadensersatz bei Online-Foto-Klau
 

Mit nun bekannt gewordenem Urteil vom 13. September 2018 (Az. I ZR 187/17) hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) zur unberechtigten Verwendung von Fotografien eines nicht professionellen Fotografen geäußert.

Der Beklagte, ein Gewerbetreibender, hatte ein von dem Kläger aufgenommenes Foto, eines Hobby-Fotografen, auf seiner Website für eine kommerzielle Veranstaltung ungefragt übernommen. Der Beklagte habe das Recht des Klägers als Fotograf des Lichtbilds, verletzt, indem er das Bild in vervielfältigter und bearbeiteter Form öffentlich zugänglich machte (§§ 72 Abs. 1, 16 Abs. 1, 19a UrhG), entschied der BGH. Er sprach dem Kläger einen Schadensersatzanspruch zu. Die MFM-Tabelle sei jedoch bei nicht-professionellen Fotografen nicht anwendbar, sodass die Höhe des Schadensersatzes in richterlichem Ermessen liege. Letztlich bestätigte der BGH den vom Ausgangsgericht bestimmten Betrag in Höhe von 200 Euro. 100 Euro resultierten je aus der Lizenzanalogie und dem Verletzerzuschlag.

Quelle: urheber.info; urheberrecht.org

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Von: Wachtel, Alexandra