Vereinbarung von Vergütungsregeln mit Netflix

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Bundesverband Schauspiel (BFFS) haben Gemeinsame Vergütungsregeln mit dem Streamingdienst Netflix abgeschlossen.

Die kollektivrechtliche Vereinbarung mit Netflix ist die erste ihrer Art mit einem Streaming-Entertainment-Dienst in Deutschland. Sie gründet auf der Überlegung, dass UrheberInnen und ausübende KünstlerInnen finanziell durch eine faire und angemessene Erfolgsvergütung von der Zusammenarbeit mit Netflix profitieren müssen. Anspruchsberechtigt sind Kreative, die an deutschen Netflix-Original-Produktionen beteiligt sind, und zwar solche aus den Gewerken Regie, Kamera, Szenen-, Kostüm-, und Maskenbild sowie Tongestaltung, Filmmontage und Schauspiel. Die Vergütungshöhe soll sich aus dem Ergänzungstarifvertrag Kinofilm, ergänzt um das Drehbuch, woraus ein gleich hoher Anteil wie derjenige der Regie folge.

Die kollektivrechtliche Vereinbarung sieht zudem eine staffelbezogene Zusatzvergütung und eine Beteiligung an Zweitverwertungserlösen von Netflix vor. Sie sollen als Gesamtbetrag gezahlt und anschließend an alle Anspruchsberechtigten verteilt werden. Als Erfolgsvergütung richte sich die Höhe der Zusatzvergütung nach der weltweiten Zahl der Haushalte, die eine Serienstaffel oder einen Film zu 90 Prozent gesehen habe. Erst wenn eine bestimmte Richtgröße an Haushalten erreicht werde, erfolge die Zahlung einer festgelegten Zusatzvergütung.

 

Quelle: BFFS, Pressemitteilung v. 13.03.2020

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