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Ziele von w/k

Das Online-Journal Zwischen Wissenschaft und Kunst (w/k) wendet sich an ein breiteres Publikum, das sich für die Schnittstellen zwischen Wissenschaft und bildender Kunst interessiert  – nicht nur, aber natürlich auch an diejenigen Künstler, Wissenschaftler und Kuratoren, welche sich professionell mit diesem Thema befassen.

w/k ist international ausgerichtet: Es besteht aus einem deutschen und einem englischen Teil. Da die Su  che nach einem größeren Sponsor bislang erfolglos verlaufen ist, kann die eigentlich zum w/k-Konzept gehörende Übersetzung der auf Deutsch verfassten Beiträge ins Englische bis auf Weiteres nur dann vorgenommen werden, wenn der jeweilige Beiträger selbst dafür sorgt. Unter idealen Bedingungen würden die Übersetzungen ins Englische von einem Förderer finanziert werden. Da bei den Nutzern Grundkenntnisse der englischen Sprache vorausgesetzt werden, wird bei auf Englisch eingereichten Texten darauf verzichtet, sie ins Deutsche zu übersetzen. In diesen Fällen wird im deutschsprachigen Teil aber darauf hingewiesen, dass der jeweilige Beitrag nur im englischsprachigen Teil zugänglich ist; hinzu kommt ein Abstract, das über den Beitrag informiert.

Verfolgt werden drei Hauptziele

Verfolgt werden drei Hauptziele. Das erste Hauptziel ist es, die bei den einzelnen Künstlern vorliegenden Verbindungen zwischen Wissenschaft und bildender Kunst sowie die zugrundeliegenden künstlerischen Konzepte herauszuarbeiten und durch Abbildungen wichtiger künstlerischer Arbeiten zu dokumentieren. Dafür stehen drei Beitragsformen zur Verfügung: der Künstler-Beitrag (der z.B. durch eine aktuelle Ausstellung veranlasst sein kann), das Interview mit einem Künstler und der Beitrag über einen Künstler. Mittel- und langfristig soll ein Gesamtüberblick über das, was im großen Feld Wissenschaft und bildende Kunst geschieht, gewonnen werden.

Das zweite Hauptziel ist es, die Grundformen der Verbindung zwischen Wissenschaft und bildender Kunst vollständig zu erfassen und deren Varianten nach und nach voneinander abzugrenzen und systematisch zu ordnen.

Das dritte Hauptziel ist es, dem Nachdenken über das Großthema „Kunst und Wissenschaft“ eine Plattform zu bieten. Diese Forschung kann sowohl in historischer als auch in systematischer Absicht unternommen werden, wobei beide Perspektiven sich gegenseitig befruchten sollen.

Um Missverständnissen vorzubeugen, sei in allgemeiner Form dargelegt, von welchem Verständnis des Verhältnisses zwischen Wissenschaft und Kunst sich die Redaktion leiten lässt: Es handelt sich zunächst einmal um zwei eigenständige Bereiche, die auch institutionell ausdifferenziert sind. Wissenschaft und Kunst fallen nicht einfach zusammen; das besagt jedoch nicht, dass sie sich in jeder Hinsicht unterscheiden. Beide Bereiche werden benötigt und sind als gleichermaßen wichtig anzusehen – sie werden also als gleichwertig betrachtet. Hierarchisierungen nach dem Muster „Wissenschaft ist wichtiger als Kunst“ oder „Kunst ist wichtiger als Wissenschaft“ werden ausdrücklich abgelehnt. Für w/k bedeutet das, dass sich hier Wissenschaftler und Künstler stets auf Augenhöhe begegnen. Das wiederum schließt nicht aus, dass Wissenschaftler und Künstler bei der Lösung verschiedener Probleme über unterschiedliche Kompetenzen verfügen bzw. verfügen können.

Gerade, weil davon ausgegangen wird, dass Wissenschaft und Kunst zunächst einmal zu unterscheiden sind, interessiert sich das Online-Journal in besonderem Maß für diejenigen Personen, welche die etablierte institutionelle Trennung zwischen Wissenschaft und Kunst dadurch überwinden, dass sie sowohl wissenschaftlich als auch künstlerisch tätig sind. Sie werden hier als Grenzgänger zwischen Wissenschaft und Kunst bezeichnet. Ein herausragendes Beispiel für einen auf die bildende Kunst bezogenen Grenzgänger ist Leonardo da Vinci.

Gibt es das schon?

In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind vielfältige Versuche der Bestimmung des Verhältnisses zwischen Wissenschaft und Kunst zu verzeichnen, z.B. Vorträge, Tagungen, Bücher und Aufsätze, Internetveröffentlichungen, Ausstellungen. Es gibt jedoch bislang kein *umfassend angelegtes *Periodikum, in dessen Rahmen bildende Kunst, welche in diesem Feld zu verorten ist, einerseits in allen Varianten präsentiert und andererseits unter Ziehung aller Register wissenschaftlich erforscht wird. Bezogen auf die systematische Bestandsaufnahme der Verbindungen zwischen Wissenschaft und bildender Kunst enthält die vorliegende Fachliteratur zwar wichtige Erkenntnisse, jedoch keine hinlänglich klare und vollständige Unterscheidung dieser Verbindungsformen. Insgesamt ist w/k ein in verschiedener Hinsicht innovatives Projekt, das – wie eigentlich jedes neue Projekt – an diverse Vorarbeiten anknüpft.

Wofür braucht man das? Wem bringt das etwas? An welche Adressaten richtet sich w/k?

Das traditionsreiche Nachdenken über das Verhältnis von Wissenschaft und Kunst kann mithilfe des erläuterten Konzepts ein höheres Niveau erreichen – mit Vorteilen für alle Beteiligten:

  • Künstler können sich in w/k darüber informieren, was die bildende Kunst an Schnittstellen mit der Wissenschaft zu bieten hat. Den wissenschaftsbezogen arbeitenden Künstlern etwa wird es ermöglicht, ihren Ort im Gesamtfeld genauer als zuvor zu bestimmen. Ihr Wissen über die Verbindungen zwischen Wissenschaft und Kunst erweitert sich, und sie vermögen besser abzuschätzen, mit welchen anderen Schnittstellen und den sie repräsentierenden Personen sich ein Kontakt lohnt. Das Wissen um die Vielfalt der Verbindungsformen wirkt sich somit auf die eigene künstlerische Arbeit förderlich aus.
  • Kunsthistoriker, die sich mit den Verbindungen zwischen Wissenschaft und bildender Kunst beschäftigen, können sich durch w/k mittelfristig einen guten Überblick verschaffen und zu präziseren Ergebnissen gelangen.
  • Entsprechendes gilt für Wissenschaftler, welche die Wissenschaftskontakte der bildenden Künstler genauer unter die Lupe nehmen wollen.
  • Kunsttheoretiker, Kunstphilosophen, Ästhetiker aller Art können von den drei Bereichen Künstler-Beiträge, Interviews mit Künstlern und Beiträge über Künstler profitieren und so einen Erkenntnisfortschritt in ihrer jeweiligen Disziplin erreichen.
  • Museumsleute und Kuratoren werden zu Ausstellungskonzepten angeregt.
  • Das breitere Publikum, das sich für die bildende Kunst im Allgemeinen und für deren Verbindungen mit der Wissenschaft im Besonderen interessiert, kann in w/k vielfältigen Interessen nachgehen.

Kurzum, w/k stellt für alle, die sich – sei es nun als Künstler, Kunstwissenschaftler, Kunsttheoretiker, Kuratoren oder einfach als Kunstinteressierte – mit Verbindungen zwischen Wissenschaft und bildender Kunst befassen, eine produktive neue Etappe dar.

Warum ein Periodikum im Online- und nicht im Buchformat?

Das Online-Format wird gewählt, weil die komplexe Anlage des Projekts mit seiner langfristigen Ausrichtung nur in diesem Medium realisierbar ist. Mit einer einmaligen Publikation lässt sich das anvisierte Spektrum nicht abdecken. Das schließt jedoch nicht aus, dass aus w/k mittelfristig auch Buchpublikationen hervorgehen.

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