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Worüber reden wir, wenn wir über Kunst reden?

Der w/k-Redakteur Stefan Oehm, bei w/k zuständig für die Reihe „Kunst und Wissenschaft“ in anderen Medien, ist unter die Buchautoren gegangen. Im September diesen Jahres erscheint in dem renommierten Wissenschaftsverlag Königshausen & Neumann seine Arbeit Worüber reden wir, wenn wir über Kunst reden?

Ausgangspunkt ist der Eindruck, dass es so selbstverständlich zu sein scheint, über Kunst zu reden, dass niemand systematisch der grundsätzlichen Frage nachgeht, worüber wir eigentlich reden, wenn wir über Kunst reden – weder im alltäglichen Kontext noch in dem der Kunstwelt. Mithilfe des Sprachwandelkonzepts des Linguisten Rudi Keller, der die Theorie der unsichtbaren Hand von Adam Smith aufgreift, sowie des handlungstheoretischen Modells des britischen Sprachphilosophen H. Paul Grice wird durch eine systematische Begriffsdifferenzierung versucht, Licht ins Dunkel des inflationären und chaotischen Gebrauchs des Wortes Kunst und des daraus resultierenden Begriffs ‚Kunst‘ zu bringen. Im Anschluss an Hans-Georg Gadamers rezeptionsästhetische Überlegungen wird eine strukturelle Differenzierung dessen vorgeschlagen, was gemeinhin Kunst resp. Kunstwerk genannt wird. Dabei werden zahlreiche für den aktuellen Stand der Kunstphilosophie relevante Positionen (von Wittgenstein, Derrida, Heidegger über Schmücker, Lüdeking bis hin zu Ziff, Weitz, Kennick, Gaut und Danto) einer kritischen Analyse unterzogen, um schließlich heuristisch der Frage nachzugehen, ob es in der unmittelbaren Rezeption der Kunst um Aspekte des Verstehens geht oder nicht vielmehr um das, was Susan Sontag die Erotik der Kunst nennt.

▷ Siehe dazu auch Stefan Oehms Beitrag Der Begriff „Kunst“ – revisited

Beitragsbild über dem Text: Stefan Oehm: Worüber reden wir, wenn wir über Kunst reden? (2019) Buchcover.