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Podiumsgespräch zur Schönauer-Ausstellung

Text: w/k-Redaktion | Bereich: Kunsttheoretisches

Zur am 19.10.2018 im Haus der Universität eröffneten Ausstellung KUNST INSPIRATION WISSENSCHAFT. Thomas Schönauer – The Engineering Artist fand am 29.11.2018 ein ergänzendes Podiumsgespräch mit folgenden Teilnehmern statt:

  • Dr. Simone Bagel-Trah (Aufsichtsratsvorsitzende des Henkel-Konzerns)
  • Dr. Andreas Koch. In Vertretung von Prof. Dr.-Ing. Thomas Gries (Direktor des Instituts für Textiltechnik an der RWTH Aachen)
  • Thomas Schönauer (Künstler)
  • Prof. Dr. Peter Tepe (Herausgeber von w/k – Zwischen Wissenschaft & Kunst)
  • Die Gesprächsleitung hatte Regine Müller (Journalistin)
  • Die Einführung gab Priv.-Doz. Dr. Christoph auf der Horst (Stellvertretender Leiter des Hauses der Universität)

Im Zentrum des Beitrags stehen ausgewählte Videosequenzen der Diskussion.

Podiumsgespräch

Anschließend wird das von Regine Müller und Peter Tepe für das Podiumsgespräch entwickelte Konzept wiedergegeben.


Regine Müller/Peter Tepe: Konzept für das Podiumsgespräch

Momente der Spontaneität und der flexiblen Gesprächsführung sollen selbstverständlich zugelassen sein. Im Konzeptpapier geht nur darum, ein brauchbares Gerüst zu zimmern. Eine Diskussion mit dem Publikum ist nicht vorgesehen.

Das auf rund 60 Minuten angelegte Podiumsgespräch wird in zwei Phasen untergliedert:

  • Phase I: Die Kooperationen von Thomas Schönauer mit Henkel einerseits und dem Institut für Textiltechnik andererseits werden genauer unter die Lupe genommen.
  • Phase II: Wir lösen uns von diesen speziellen Kooperationen und denken gemeinsam über das Thema der Ausstellung nach: KUNST INSPIRATION WISSENSCHAFT.

Zu Phase I: Wir werden Fragen stellen, die geeignet sind, tiefer in die beiden Kooperationen einzudringen. Um zu verhindern, dass vorgefertigte Antworten gegeben werden, teilen wir diese Fragen jedoch nicht vorab im Einzelnen mit. Als Vorbereitung empfehlen wir, sich in Erinnerung zu rufen, wie die jeweilige Kooperation zustande gekommen ist, welche Probleme in der Zusammenarbeit zu lösen waren bzw. sind und welche Nutzen- und Interessenkonstellation jeweils vorliegt.

Am Ende von Phase 1 werden die Ergebnisse kurz zusammengefasst; Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen beiden Kooperationen werden festgehalten.

Zu Phase 2: Thomas Schönauer hatte ursprünglich als Titel der Ausstellung vorgeschlagen Science inspires Art – Art inspires Science. Daraus ist dann KUNST INSPIRATION WISSENSCHAFT hervorgegangen. Dass Wissenschaft Kunst inspirieren kann, ist unstrittig: Es gibt viele Künstler, die wissenschaftsbezogen arbeiten, sich in ihrer künstlerischen Tätigkeit auf wissenschaftliche Theorien/Methoden/Ergebnisse dieser oder jener Art stützen. Thomas Schönauer geht in einigen Skulpturen-Serien selbst so vor. Auf die Linie „Science inspires Art“ weisen wir nur einleitend hin und konzentrieren uns dann auf das spannende Thema „Art inspires Science“, das mehr Konfliktpotenzial aufweist.

Besteht dieser Zusammenhang überhaupt? Vielleicht vertreten die Teilnehmer unterschiedliche Positionen in dieser Sache. Sind aus dem eigenen – weiter gefassten – Erfahrungsbereich Fälle bekannt, in denen eine Inspiration der Wissenschaft durch Kunst stattgefunden hat? Wenn ja, so sollte diese Art der Inspiration genauer beschrieben werden: Was genau ist da passiert? Ferner: Sehen Sie vor Ihrem Erfahrungshintergrund Entwicklungsmöglichkeiten im Sinne von „Art inspires Science“ für die Zukunft? Was ist denkbar und wünschenswert, was erscheint als Fehlentwicklung?

Am Ende von Phase 2 werden die – möglicherweise kontroversen – Ergebnisse zusammengefasst. Danach wird das Gespräch von Regine Müller beendet.


Fotos von Karsten Enderlein

Beitragsbild über dem Text: Thomas Schönauer und Simone Bagel-Trah im Haus der Universität (2019). Foto: Karsten Enderlein.

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